| Sturmey Archer baut seit je her
qualitativ hochwertige Getriebenaben. Im Planetenkäfig befinden sich
z. B. 4 statt den bei Sachs üblichen 3 Planetenzahnräder, sodass
die Nabe auch größeren Belastungen gewachsen ist. Wer eine Sturmey
Archer mit Rücktrittbremse oder Freilauf zerlegen möchte, kann
dennoch nach dieser Anleitung verfahren. Begonnen wird immer von der linken,
also der Nicht-Ritzel-Seite. Als Spezial-Werkzeug wird der passende Hakenschlüssel
oder ein großer Hakenschlüssel mit Gelenk benötigt. Es
geht aber auch ohne, wie in dieser Anleitung beschrieben. |
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| Bevor das Hinterrad ausgebaut werden kann,
müssen Rahmenschelle der Trommelbremse und der Bremszug entfernt werden.
Die Achse auf der Ritzelseite in den Schraubstock spannen (Holz- oder Alubacken
dazwischen legen). Sicherungsmutter, Sicherungsscheibe(n) und Konusstellschraube
abschrauben. |
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| Die Bremseinheit kann jetzt abgehoben werden
und der Schraubkonus von der Achse genommen werden. Den Kugelring oder die
losen Kugeln mit einer Pinzette entnehmen. |
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| Nabe aus dem Schraubstock nehmen und auf der
Ritzelseite den Sprengring mit einem Schlitzschraubenzieher abhebeln. Ritzel,
Distanzscheibe(n) und Staubdeckel abnehmen. Merkt euch die Reihenfolge von
Ritzel und Distanzscheibe(n). |
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Die Nabe waagerecht an der Bremsseite in den
Schraubstock spannen. Zum Lösen der Lagerschale habt ihr entweder einen
passenden Hakenschlüssel parat oder ihr macht es wie ich grobmechanisch:
Hierzu braucht ihr einen stumpfen Schraubenzieher. Ich habe extra hierfür
einen alten Schraubenzieher sehr stumpf gefeilt, um die Angriffsfläche
zu erhöhen. Mit Hammer und Schraubenzieher kann die Lagerschale gegen
den Uhrzeigersinn lose geschlagen und weiter von Hand ganz lose geschraubt
werden.
Nach Ausspannen der Nabe kann die Nabenhülse abgehoben werden und das
Getriebe kommt zum Vorschein. |
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| Jetzt noch einmal mit der mühevoll gelösten
Lagerschale nach oben einspannen. Kontermutter, Sicherungsscheibe und Schraubkonus
entfernen. Antreiber im Uhrzeigersinn drehen und entfernen. Kupplungsfeder
samt Kappe entnehmen. |
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| Finale: Nacheinander Lagerschale (Vorsicht
lose Kugeln, am besten gleich ins Fettbett schicken!) und Getriebegehäuse
entnehmen. Anlaufscheibe (gibt’s nicht immer) und Druckring entnehmen.
Den kleinen Achskeil seitlich aus der Achse heraus drücken und Kupplungsstern
sowie Gleitkupplungshülse abnehmen. Der Planetenradkäfig kommt
als letztes dran. Wenn er stark verschmutzt ist, lassen sich die Zahnräder
leicht entnehmen, indem die Achsstifte heraus schiebt. Die Reihenfolge der
zerlegten Teile ist im Bild zu sehen, untere Reihe von rechts nach links. |
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| Schmieren der Nabe. Die Fachliteratur rät,
die Nabe mit Trommelbremse nur mit Raleigh-Öl zu schmieren. Andere
Öle dringen in die Trommelbremse ein und verschmieren die Bremsbeläge.
Ich selbst habe noch keine Erfahrungen damit gemacht, sodass ich diesen
Rat nur weitergebe. |
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| Die Montage der Nabe erfolgt genau andersrum
dem Zerlegen. Die richtige Lage der Kleinteile wie Achskeil (runde Seite
zur Nabenmitte), Gleitkupplungshülse und Kupplungsstern kann der Explosionszeichnung
entnommen werden. Wichtig wie bei allen Schaltnaben ist, dass das Schaltkettchen
vollständig in die Nabe eingeschraubt wird und nur um maximal eine
halbe Umdrehung wieder heraus gedreht wird, um keinen Bogen im Schaltzug
zu bekommen. |
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| Lagereinstellung. Der Konus auf der Ritzelseite
wird bis zum Anschlag festgeschraubt, dann wieder eine halbe Umdrehung zurück
und mit der Sicherungsmutter gekontert. Die eigentliche Lagereinstellung
erfolgt wie immer mit dem Schraubkonus bzw. mit der Konusstellschraube auf
der Bremsseite eben soweit, dass die Achse in Axsialrichtung gerade nicht
mehr hin und her wackeln kann. |
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Doc Bonanza |
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