Das Prädikat „unverbastelt“ aus meinem letzten Blogeintrag zur XT nehme ich hiermit zurück. Auf den zweiten Blick liegt, bzw. lag, doch einiges im Argen. Einer der beiden Vorbesitzer war definitiv ein Schrauberdau. – Oder die Karre war in einer ganz miesen Werkstatt. Wer weiß…
Die verbastelten oder defekten Teile sind wohl bei weitem nicht so tragisch, als dass ich mich über den Kauf ärgern müsste, aber ich hatte nicht wirklich eingeplant die Karre so lange beschrauben zu müssen.


Aber egal. So ist das nun mal mit alten Kisten. Und so habe ich während der letzten drei oder vier Wochenenden mit Unterstützung von Bert und dem erfahrenen und hilfsbereiten Werkstattmeister-Nachbar Manfred so einiges erledigt:
– neuer Kettensatz
– Reifen neu
– Lenker neu und die Züge ordentlich verlegt
– neue Griffe montiert und Gaszug eingestellt
– Bremsen eingestellt
– Tank, Schutzbleche und Seitendeckel neu lackiert
– angelehnt an das 76er Design (gefällt mir besser als das ’77er) im Photoshop ein Dekor gebastelt
– Kofferträger angepasst und montiert und die Kofferhalter ebenfalls neu angepasst
– Motorschutzblech geschweißt und gelackt
– wegen den Koffern hinten neue Mini-Blinker montiert
– Batterie gewechselt und Batteriehalter gefixt
– Kabelbaum und Steckverbindungen (hoffentlich) wasserdicht ummantelt
– neue, crosstaugliche Fußrasten montiert (nicht so einfach, wie es sich anhört :/)
– Kickstarter gefixt
– Ölmessstab gegen einen Thermometer getauscht
Vor Island zu tun ist noch:
– ein Ölwechsel
– neues Vorderrad, da das jetzige einen so massiven Schlag hat, das es ab 90km/h sehr anstrengend wird, die Maschine einigermaßen unter Kontrolle zu behalten
– der Ständer muss verlängert werden, da die Ständeraufnahme so verbogen ist, dass die Schräglage beim abstellen mit Gepäck  zu bedenklich wirkt. Davon abgesehen nervt es, wenn die kleine Maschine immer gleich zwei Mopedstellplätze beschlagnahmt.
Ärgerlich ist vor allem die Geschichte mit dem Vorderrad. Zum Einen weil ich gerade neue Reifen habe aufziehen lassen, da ich dachte das „Schwimmen“ kommt von den uralten Schlappen und zum Andern ist es so fast unmöglich endlich mal eine längere Tour damit zu fahren. Aber dafür hat Mann ja schließlich nicht nur ein Moped. Dann werde ich eben das Zelt und die Kamera irgendwie auf den Cafe Racer knoten und die insgesamt rund 500km zu den Metzeler Interakt Tagen auf dem Höcker abrocken. Yeah!