Neulich, auf einer Flugschau, habe ich spontan die Möglichkeit genutzt mit einem Gyrokopter in die Luft zu gehen.  Ich hatte wohl irgendwie verdrängt, dass ich neuerdings hin und wieder Anflüge von Höhenangst verspüre. Egal. Zu spät. Rauf auf das Teil und los.
Den ersten Startversuch musste mein Pilot promt wieder abbrechen, da einer der Flächenflieger mit Motorstillstand  dieStart- und Landebahn dringend für sich beanspruchte. Hätte auch eng werden können. War es aber nicht.
Der Start ist fast wie mit jedem Motorflugzeug: Erstmal den Motor auf Drehzahl bringen, bis alles wackelt und brüllt, dann lospoltern. Für den Start wird beim Tragschrauber auch der Rotor mit angetrieben, später läuft der dann auf Autoration. Das heist er wird nur noch von dem Fahrtwind angetrieben.
Das erste, zarte Abheben vom Boden bekahm ich gar nicht mit. Start und Landung sind beim Gyrokopter wesentlich gemütlicher, als beim Flieger.
Als die Bäume näher kahmen machte es aber auf einmal „wusch“, ich bekomme ein interessantes Gefühl im Magen und „schwupp“ sind wir in luftiger Höhe. Mit nix um mich rum. Nicht mal ein Griff zum festhalten. Hatte dann kurz überlegt, ob es nicht eine scheiß Idee war in so ein Ding zu steigen. Aber nicht zuletzt weil mir der Pilot über Funk ständig erzählt hat, was er da vorne gerade treibt, hat es doch recht schnell Spass gemacht.  Kurz vor Schluss hatte ich dann auch mit den hin und wieder auftreteten Turbulenzen frieden geschlossen.