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Yamaha XTZ 660 Ténéré

Die XTZ 660 Ténéré wurde von 1991 bis 1999 Gebaut und unter der Bezeichnung „Reiseenduro“ verkauft.
Der Beiname Ténéré (=“Land da draußen„) kommt von der gleichnamigen Wüste durch die einige Male die legendäre „Paris-Dakar“ führte und sollte die Fernreisetauglichkeit dieser Modelle unterstreichen.
Die große Schwester XTZ 750 Super Ténéré, bzw. die diesem Modell vorausgegangene Wettbewerbsversion YZE 750/850 T, belgte im Jahr 1991 bei dieser Rallye übrigens die ersten drei Plätze.

Der sehr zuverlässige Motor der XTZ 660 findet sich auch noch in der Straßenmaschine Yamaha SZR 660, der MZ Baghira und der MZ Skorpion.

Weitere Modelle der Ténéré-Reihe: […..]

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XTZ 660 – Reifen & Bremsen #2

KM: 36635

Die Generalinspektion ist abgeschlossen, alle Flüssigkeiten ausgetauscht und die wichtigsten Verschleißteile erneuert.
Jetzt wird die Ténéré erst mal ausgiebig gefahren 🙂

Für’s Logbuch:

  • Neue Bremsscheiben, Belege und Bremsflüssigkeit vorne und hinten
  • neuer Reifensatz (inkl. Schlauch und Felgenband)
  • neuer K&N Luftfilter
  • Ölwechsel inkl. neuem Ölfilter
  • Kühlflüssigkeit gewechselt
  • Rücklicht (Birne)

Das Problem mit der abgebrochenen Schraube konnte ich übrigens nicht mehr lösen. Ein neues Hinterrad muss also her. Bis dahin sehe ich aber keine Gefahr für mich und Material erstmal mit nur 5 statt 6 Schrauben zu fahren…

XTZ 660 – Reifen & Bremsen #1

KM: 36635

Als Übung für den Ernstfall und zur Reisevorbereitung habe ich die neuen Reifen das erste Mal eigenhändig aufgezogen. Wenn der Anfang beim Runterhebeln mal gefunden ist, geht es eigentlich auch relativ gut. Aber so lange eine Werkstatt in der Nähe ist, werde ich Zukunft lieber wieder auf diese Aktivität verzichten. Die paar Euro die man bei der Aktion spart, sind doch recht mühsam verdient.

Bei dieser Gelegenheit habe ich gleich noch die Bremsflüssigkeit, -Scheiben und -Klötze erneuert. Das war dringend nötig. Im Nachhinein habe ich mich dann ein bisschen geärgert, dass ich nicht gleich noch Stahlflexleitungen eingebaut habe.

Beim montieren der Hinteren Bremsscheibe habe ich leider (mal wieder) eine Schraube abgerissen und der Versuch das Problem mit einem Schraubenrückholer zu beheben ging leider auch daneben. Jetzt lasse ich lieber jemanden mit mehr Erfahrung dran…

Es geht wieder los :o)

Nach einer relativ langen Standzeit von drei Monaten durfte die SR am Samstag endlich wieder das tun wofür Sie da ist. Und es war fantastisch! Nachdem das ganze weiße Zeug da draußen endlich weg war, bin ich erstmal ein paar Tage mit der Tenere unterwegs gewesen, aber der Fahrspass und das „Fieber“ hat mich erst mit dem Ausführen der SR wieder gepackt. Der Spass-Unterschied von Ténéré zu SR empfand ich ungefähr wie den Umstieg von einem VW Passat auf einen VW Käfer (mit Porsche-Sound).

Leider habe ich am Motor der SR wieder ein paar kleine Öltropfen entdeckt. Ich beruhige mich aber erstmal damit, dass ich nur die Schrauben nochmal nachziehen muss.

Für die Ténéré habe ich, jetzt wo sie bewiesen hat dass sie zuverlässig anspringt und läuft, nun auch die letzten Teile besttellt: Bremsen, Reifen, Kettensatz, Luftfilter, Flüssigkeiten – die komplette Kur ist fällig…

XTZ zickt noch

Momentan grübele ich bei der XTZ über dem Problem, dass die Tènérè nach einem Tag Standzeit nicht mehr anspringen will. Nur mit ein wenig Starthilfespray kann ich sie zum Leben erwecken. Wenn sie dann mal läuft, läuft sie prima und wenn sie erst mal warm ist, genügt ein kurzer Druck auf den Startknopf um sie zum Blubbern zu bringen. So konnte ich gestern endlich mal eine richtige Probefahrt unternehmen. Nachdem ich dem Hinterreifen dann noch an der Tanke satte 1.5 bar mehr Luft spendiert hatte, fuhr sie sich auf einmal auch wie ein ordentliches Motorrad. 🙂
Hat im Gegensatz zur ersten Ausfahrt viel Spass gemacht das Teil. Auch wenn die Heizgriffe nicht meinen Erwartungen entsprachen 😉

Tanz den Tankschütteltango

Ich stehe ganz am Anfang mit der Planung zu einer XXL-Tour.
Womit fängt dafür an? Ziel suchen? Strecke planen? Datum finden? Quatsch.  Als erstes muss ein passendes Bike ins Haus. 😉

Wie bei allen meinen bisherigen Zweiräder musste ich nicht bei mobile oder ebay zugeschlagen, sondern es ist mir auch dieses mal wieder mehr oder weniger „zugelaufen“.

Die XTZ 660 Tènèrè sieht ganz gut aus mit der grauen Lackierung, die gelaufen Kilometer liegen im Bereich meiner Vorstellung und der Preis deckt sich auf Heller und Cent genau mit meinem Budget. Da musste ich nicht lange überlegen. Auch wenn der Einstieg in meine neue Beziehung nicht ideal verlaufen ist, da ich das Bike erstmal nach Hause schieben musste. Übrigens das erste mal, dass ich ein Motorrad schiebend fortbewegte. Hoffentlich auch das letzte mal.

Egal. Bei dem Preis war klar, dass ich noch etwas Arbeit und Geld investieren muss.

In der Handwaschpastenranch angekommen, brachte ich mit Berts Hilfe und einer ordentlichen Portion Starterspray die Gute zum Laufen. Es schien allerdings, als ob sie zu wenig bzw. kein Sprit bekommt.
Da der Benzinhahn leckte und ich einen neuen Dichtsatz dafür von Jens gleich mitbekommen habe, fing ich damit an.
Dann die große Überraschung beim Ablassen des Sprits. Drei Jahre Standzeit haben dem Tankinneren ganz schön zugesetzt. Also habe ich den ganzen Abend lang den Tankschütteltango getantzt. Sprit rein, Schütteln, Sprit und Schlacke raus, Sprit filtern und von vorne. Das ganze ca. 25mal. Dann wurde es besser.
Noch schnell den Benzihahn mit neuen Dichtungen versorgt und gut.

Allerdings befürchtete ich, dass in dem Vergaser aufgrund des nicht vorhandenen Bezinfilters der selbe Schmotter sitzt. Also muss der Vergaser auch noch raus. Das ist bei der Verbauten Tènèrè nicht so einfach, wie man es bei einer Reiseenduro eigentlich erwartet.
Drei Stunden brauchte ich um den Vergaser auszubauen, zu reinigen und wieder einzubauen. Und da ist das Montieren der Verkleidungsteile nicht mal mit eingerechnet. Bei der SR mache ich das mit allem drum und dran in knap einer Stunde.
Doch der Aufwand lohnte sich, denn ich konnte dabei gleich noch weitere Fehlerquellen lokalisieren: Außer dem erwarteten Schmotter im Vergaser war die Gemischeinstellschraube so angezogen, als würde sie ganz alleine das ganze Motorrad zusammen halten. Die Dichtung der Schwimmerkammer stellte sich dann auch noch als viel zu groß heraus.
Da ich die Dichtung so nicht wieder einbauen wollte, aber auch keine Lust hatte erst die Teile zu besorgen, habe ich ein knapp 1cm langes Stück aus der Gummidichtung herausgeschnitten, so dass sie passte, und mit Curill eingeklebt. Hält erstmal.

Nach den Arbeiten den Tank wieder aufesetzt, die lerrgenudelte Batterie überbrückt und siehe da: Die XTZ schnurrt wie ein Kätzchen. Hurra!

Nachdem ich der Tènèrè wieder ihr Plastikkleidchen angezogen hatte ging es bei Wind, Wetter und Dunkelheit auf zur ersten Probefahrt. Ich bin bisher ausschließlich SR gefahren, so ist die hohe Sitzposition, die Scheibenbremsen und das fette Cockpit erstmal sehr gewöhnungsbedürftig für mich. An der ersten Kreuzung hat’s mich dann auch fast zerissen. Der Polizist schaute etwas ungläubig, als ich mit blockiertem Hinterrad neben seinem Dienstwagen an der roten Ampel zum stehen komme. Ich habe Ihn freundlich gegrüßt und bin (aus versehen) mit durchdrehendem Hiterrad bei Grün wieder losgefahren. Das war mir dann erstmal genug Aufregung auf 5km Strecke. Ich warte besser erstmal auf trockene Strassen und Tageslicht, bevor ich mich mit der für mich ungewohnt großen Maschine und den schlechten Reifen auf eine längere Strecke begebe.

Daten:
Yamaha XTZ 660 Tènèrè
Bj. 93
Kilometerstand: 36200
Umbauten und Zubehör: Federbein hinten, Auspuff, Lackierung, Kofferhaltersystem, Topcase, Griffheizung
tüv neu

Auf meinem Einkaufszettel:
Bremsen vorne und hinten, Reifen vorne, Vergaserdichtung, Gemischeinstellschraube, Ansaugstutzen, evtl. Kettensatz.