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Die XTZ 660 und das Pech an meinem Schuh

Eigentlich sollte es nur ein neuer Kettensatz sein. Geschätzte Arbeitszeit: ca. 2 Std. inklusive Aus- und Einbau der Schwinge für die Endloskette. Nun beschraube ich das Biest seit ca. 20 Stunden und es ist kein Ende in Sicht, weil ich den Vergaser geschrottet habe…
Aber der Reihe nach:
Das erste Problem war die festgebackene Schwingachse. Das Biest konnte nur unter Einsatz roher, brutaler Gewalt mit schwerem Hammer und einer alten XT-Achse ausgetrieben werden. Millimeter für Millimeter. Mindestens so schweißtreibend wie das Trennen von Auspuff und Krümmer, damals.
Wie durch ein Wunder sind bei dem Spektakel die Schwingachse und die Nadellager augenscheinlich unversehrt geblieben. – Leider die einzige gute Nachricht bisher.
Als ich der Ténéré nämlich endlich ihren neuen Kettensatz verpasst hatte, wollte ich noch schnell schauen, warum der Choke nicht mehr ging. „Bestimmt nur der Zug ausgehängt…“
Nach Abnehmen der Überwurfmutter am Vergaser fielen mir dann aber erschreckender Weise die ersten Bröckchen vom Chokekolben entgegen. Der Rest vom Kolben saß – nein sitzt – bombenfest und will partout nicht raus. – Also erstmal einen neuen bestellen und den festsitzenden Gammelkolben mit WD40 einweichen…
Ergebnis von Aufgabe 1 – neuen Kolben bestellen: nach 2,5 Std. Internetrecherche, 4 Telefonaten, 2 Mails, und einem Fax habe ich einen Chokekolben für schlappe 77 Euro ergattert. Hurra! – Bei dem Preis musste selbst der Verkäufer schlucken. 🙁
Das ist übrigens ein reines XTZ-Problem. Alle anderen XTs (außer XT500) haben wohl den gleichen Vergaser, aber der Choke sitzt meist direkt am Vergaser (wenn nicht, ist zumindest die Umrüstung möglich). Bei der Ténéré stört aber der Tank und die Verkleidung über dem Vergaser, so dass der Choke am Lenker platziert ist. Und da passiert’s schon mal, dass Wasser oben am Chokehebel in den Bowdenzug läuft und schließlich unten am Vergaser den Kolben vergammelt.
Die zweite Aufgabe, den Rest vom alten Kolben zu entfernen, hatte ich leider auch deutlich unterschätzt. Das Ding wollte einfach nicht. Nach Druckluft, Schraubenausdreher und Schraubenzieher kam letztendlich die Bohrmaschine zum Einsatz. Um es kurz zu machen: Es fehlt nun ein fingerdickes Stück vom Vergasergehäuse und dieser klägliche Rest von Gammelkolben hat es tatsächlich geschafft sein Territorium erfolgreich zu verteidigen. Die dumme Sau.
Immerhin ist es einfacher einen gebrauchten Vergaser zu kaufen, als so einen Arschlochs-Chokekolben zu besorgen…
t.b.c.

#touratien – über die Alpen nach Kroatien

Samstags morgens, kurz nach Sonnenaufgang, ging der Spaß los. Ein schneller Kaffee, ein kurzer Schnack mit Bert, der gerade aus Dänemark zurück kam und schon saßen wir auf unseren bepackten Böcken und drückten die Startknöpfchen. Der Urlaub sollte direkt vor der Haustür beginnen. Keine schnelle Anfahrt und schon gar nicht über die Autobahn. Warum auch, hier ist doch auch schön. Wir fuhren also auf Land- und Bundesstraßen eine wunderschöne Strecke durch den Odenwald, das Taubertal und das Schwabenländle. Begleitet von Kurven, Sonne, Kuhweidenlandschaft und kaum Verkehr. So soll es sein. (mehr …)

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Touratien

Am Wochenende geht es endlich wieder auf Tour. Nach Kroatien. Quasi die #Twitaly2.010.01 beta Tour. Immerhin ist die Hälfte der Twitaly-Crew dabei, genauer gesagt Alexander und ich.

Selbstverständlich werden wir wieder von unterwegs aus twittern was das Roamingbudget hergibt. Diesmal ist #touratien der Hashtag unserer Wahl.

Hier geht es zur Twitterwall für die Tour -> http://twitterwallr.com/touratien

14 Tage haben wir für die Tour angesetzt. Selbstverständlich soll dabei auch die Alpenregion nicht zu kurz kommen. Ansonsten wird es wahrscheinlich an der Westküste Istriens runter und die Ostküste wieder rauf gehen, gefolgt von Inselhopping über die kleinen Adriainselchen, dann ein paar Meter auf der Jadrauska Magistrala entlang um schließlich ins Landesinnere zu den Plitwitzer Seen zu Cruisen. So weit der grobe Plan. Letztendlich schauen wir aber einfach mal, was auf uns zu kommt.

Das Motorrad meiner Wahl ist diesmal die Ténéré. KM: 38983

Hier ein paar der Hotspots, die uns empfohlen wurden:
Spots auf Google Maps

Ténéré – neuer Krümmer und Reisevorbereitung

Kilometerstand: 38983

Der alte Krümmer war komplett durchgerüttelt. Das Ding zu schweißen, insbesondere an dieser Stelle, hielt ich für wenig erfolgsversprechend. Also musste ein neuer her. Und zwar ein Leistungskrümmer von OTR.
Den alten Auspuff vom Krümmer zu trennen, war eine schweißtreibende Arbeit. Besonders da Auspuff und Krümmer nicht am Stück ausgebaut werden können. Zumindest nicht, wenn man den Motor nicht komplett rausnehmen will.

Als nächstes standen noch ein paar Reisevorbereitungen für Kroatien an:

Yamaha XTZ 660 Ténéré

Die XTZ 660 Ténéré wurde von 1991 bis 1999 Gebaut und unter der Bezeichnung „Reiseenduro“ verkauft.
Der Beiname Ténéré (=“Land da draußen„) kommt von der gleichnamigen Wüste durch die einige Male die legendäre „Paris-Dakar“ führte und sollte die Fernreisetauglichkeit dieser Modelle unterstreichen.
Die große Schwester XTZ 750 Super Ténéré, bzw. die diesem Modell vorausgegangene Wettbewerbsversion YZE 750/850 T, belgte im Jahr 1991 bei dieser Rallye übrigens die ersten drei Plätze.

Der sehr zuverlässige Motor der XTZ 660 findet sich auch noch in der Straßenmaschine Yamaha SZR 660, der MZ Baghira und der MZ Skorpion.

Weitere Modelle der Ténéré-Reihe: […..]

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