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Mofarennen Döttesfeld

Neulich kam ich mit dem wahnsinnigen Kollegen Schü zu später Stunde auf Facebook ins Gespräch. Dieser Chat endete dann am frühen Morgen überraschend mit meiner temporären Aufnahme ins DRK Resttungsdienst Racer Team für das Mofarennen Döttesfeld 2012.
Am Samstag (8. Sept.) um 4.00 Uhr in der Nacht sattelte ich dann also mit dem Kollegen @MaHofmann, der mittlerweile auch noch ins Team gestoßen war, die Moppeds und wir tuckerten mit der aufgehenden Sonne im Rücken und kaltem Wind im Gesicht nach Döttesfeld, zu unserem Einstand im Mofarenngeschäft.

Für manche bestand die erste Herausforderung schon darin,
beim Le-Mans-Start sein Gefährt zu erreichen….

Die Jungs vom DRK-Team hatten für dieses Rennen einen komplett neuen Racer aufgebaut, der optisch schon mal mächtig was hermachte. Und auch das Setup machte einen soliden Eindruck: Die Basis stammte von einer Zündapp CS25, Tank und Sitzbank wurden einer KTM LC4 entwendet, die Frontpartie wurde von einer Yamaha DT80 geliehen, dazu ordentliche Stollenreifen, eine elekrtonische Zündung, verstärkter Rahmen, Vergaser… etc. pp.. Nur vom Feinsten.

Aber, wie nicht anders zu erwarten, wurde der erste Einsatz von diesem gerade noch rechtzeitig zusammengeschraubten Prototyp leider auch von ein paar Kinderkrankheiten begleitet.
Glücklicherweise waren es aber meist nur relativ überschaubare Problemchen, die aufgetreten sind. Das nervigste war das trotz brutalstmmöglichem Einsatz von Schrauben und Schweißgerät nicht halten wollende hintere Kettenblatt. Die mit Abstand meisten Boxenstopps gingen auf die Kappe von den dämlichen sechs kleinen Schrauben, die partout nicht gewillt waren das bisschen Ritzel halten zu wollen.

Davon abgesehen hatten vor allem Markus und ich, die das Moppedchen nicht wirklich probefahren konnten, zeitraubende Probleme mit der gewöhnungsbedürftig eigenwilligen Schaltung.
Mein persönlicher Einsatz wurde allerdings nicht vom Ritzel oder der Schaltung gestoppt, vielmehr war die vom Kolben mittlerweile plattgeklopfte, da zu lange, Zündkerze für meinen unrühmliche Rundenzeiten verantwortlich. Wie dieses wundersame Caterpillar-Töffli überhaupt so lange damit fahren konnte, ist mir ein Rätsel…

Aber: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Eine neue Zündkerze war schnell organisiert und Kolben und Zylinder hatten komischerweise keine nennenswerten Schäden aufzuweisen. Es konnte weiter gehen.

Darüber hinaus hat sich im Laufe der Zeit nur noch die Lagerhaltung von ausreichend Ersatz-Pedalen bezahlt gemacht. Das zähle ich im Rennbetrieb aber eindeutig zum normalen Verschleiß und die Dinger sind bei einem Fahrerwechsel auch schnell mal nebenbei ausgetauscht.

Am Ende haben wir es immerhin ins Ziel und durch den Ausfall einiger Teams noch auf den 10. Platz geschafft.
Wenn bis nächstes Jahr die Kinderkrankheiten ausgemerzt sind und sich noch ein, zwei Pferdestärken in dem Motörchen finden lassen und die Schaltung funktioniert, sollte 2013 eine Platzierung unter den Top 5 nichts im Weg stehen.

Mofa im Haus

Mofarennen, lieber aktiv mittendrin und voll dabei, als nur am Rand stehen!

Voraussetzung = Mofa

Eine Vespa Piaggio SUPER-Bravo lief mir, bei dem Gedanken an ein Mofarennen, in der Bucht über den Weg und wurde spontan (wegen der geländetauglichen Optik) ersteigert.

Der Motor läuft, Schaltung ist nicht vorhanden – 1 Gang Automatik, was immer das auch bedeutet – zieht null und ist ziemlich verbastelt.

Erste Arbeiten waren der Austausch des Gaszuges und reinigen der Gemischaufbereitung, diese wurde mit ein paar richtigen Bohrlöchern und einer größeren Düse optimiert.

Motor hört sich jetzt besser an, aber Anzug ist immer noch gegen null.

Weiterer Optimierungsbedarf an:

  • Fliehkraftkupplung rutscht durch – Federn oder Beläge
  • größere Riemenscheibe hinten – Kraft zählt, nicht Vmax

p.s. das Mofa wird nicht zum „Bestand“ gezählt, da es sich um ein reines Sportgerät handelt (und ein stinkiger Zweitakter ist!)

 

EDIT 08.09.21012  –  Mofa wurde verkauft – taugt nicht zum Rennen, sowie ein Mangel an Zeit, Geld und Unterstützungsleistung