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BSA B31 – flashback – 20 Jahre später

Nach meinen ersten beiden Motorrädern (SR500) musste unbedingt mein damaliges Traummotorrad angeschaft werden, eine BSA mit einem Zylinder, OHV Steuerung, pre Unit und  am besten eine mit Plungerrahmen – dieses Motorrad (eine B31 BJ ´52) wurde auch gefunden und für einen Anfänger-, Lehrgeldpreis gekauft. Die ganzen Blechteile hatte ich dort gelassen, brauch ich eh nicht – „abspecken“, „weg mit dem unnötigen Scheiss“, „Gewicht reduzieren“!

Geholt wurde das Motorrad im Januar 1992, zusammen mit Supereisi und Flexi auf den Weg zu Niederländischen Grenze, laut Flexis Erinnerung haben wir wohl auch noch den L300 Bus von Supereisis Eltern schieben müssen, weil der Sprit ausging – war wohl auf dem Rückweg, kann mich nur noch daran erinnern, dass ich die ganze Rückfahrt über auf der BSA gesessen habe, weil wir als unerfahrerne, naive und selbstüberschätzende Motorrad-Punk-Rocker natürlich keine Spanngurte oder sowas dabei hatten!

Und nu, warum der Gedanke an die Vergangenheit!?

Die B31 (später kam noch eine M33 dazu) wurde 2002 aus Platz-, Zeit- und Geldgründen wieder verkauft und hinterlies eine tiefe Wunde, ein nicht fertig gewordener Traum quälte mich seitdem – übrigens dachte ich damals: „ach weg damit, wenn ich mal über vierzig bin kauf mich einfach wieder eine!“

Und nun war es soweit, genau zwanzig Jahre später, Januar 2012, nach einer schlaflosen Nacht erneut eine Fahrt mit Supereisi (war äusserst spontan, sorry 2 Flexi) und ich habe wieder eine B31 – diesmal sogar mit komplett mit allen Blechteilen, fahrbereit und zugelassen – der kleine Defekt im Lucas Lichtmaschinensystem mindert die Freude nicht!

Memo Tachostand bei Übernahme 35.248 mi

BSA M20 Bestandsaufnahme

Da steht sie nun, die BSA „Beeza“ M20 – weiss garnicht wo ich anfangen soll – am schlimmsten sieht ja die „Transportgabel“ aus!

Typ: B.S.A WM20 (das „W“ kommt von der Verwendung = Baujahr)

BJ: 1945 (lt. Rahmennummer)

Hubraum: 500ccm (tatsächlich 570ccm)

Bestandsaufnahme:

1. Schritt – Motorcheck

Motoröl abgelassen und frisch eingefüllt, AMAL Vergaser gereinigt!
3x gekickt und tucktucktuck läuft wie ein Trecker, laut und langsam – sehr geil 😉

2. Schritt – Trapezgabel (Girder) zusammenpuzzeln

Also ehrlich, hatte ich mir einfacher vorgestellt – was für ein Aufwand die Gabelbrücke mit Feder und Gabel gleichzeitig einzubauen!

3. Schritt – Vorderrad einbauen

Vor dem Einbau erst mal die Bremse überholen, die Bremsplatte und Anbauteile von 4 Lagen Farbe befreit und wieder neu gestrichen, alles zusammenbauen und zwei Stunden Vorderrad einbauen!

Entweder drehte sich das Rad wunderbar, hatte aber zu viel Spiel oder es drehte sich nicht = Konische Lager, ein Geduldsspiel!

4. Schritt – Elektrik

geht net – Pause

Diese Sache mit dem Plus und Minus, Lichtmaschine, Wechselstrom, Gleichrichter, ….  macht mir immer wieder Kopfschmerzen!