Wieviel Enduro steckt eigentlich noch in einem 200kg+ Reisedampfer SUV auf zwei Rädern, wie der AfricaTwin oder der BMW 1200GS?
Um dies rauszufinden fuhren Markus und ich nach Mernes bei Bad Soden zum dortigen Motorsport Club auf die Crossstrecke.
Unter Anleitung von Thomas Donnecker, Teilnehmer der GS-Trophy 2010 in Südafrika, Chef der KTM-Niederlassung in Bad Soden der Suzukis verkauft und eine BMW fährt, wollten wir unsere schweren Eisenesel in die freie Wildbahn entlassen.
Fazit der Veranstaltung: Die Dickschiffe sind nicht mehr und nicht weniger Offroad-Tauglich, als die jeweiligen Fahrer (und Reifen) es zulassen.

Nachdem wir auf Geheiß von Thomas den Luftdruck auf 1,2 Bar abließen (was bei mir erschreckender weise genau 0,2 Bar bedeutete) ging es zum Aufwärmen erstmal auf die Kinderstrecke.
Die Anspannung und das ungewohnte Fahren im Stehen auf holprigen und teilweise matschigem Terrain sorgten dabei überraschender Weise schon nach zwei, drei Runden für Konditionsprobleme der unsportlichen Piloten. Aber der Fahrspaß und der schnelle Lerneffekt waren Motivation genug, immer wieder in eine neue Runde zu starten.
Danach ging es zum abgesteckten Trainingsparcours der GS-Challenge Aspiranten: ein eng abgesteckter Trail, bei dem es um Technik und Geschicklichkeit, nicht um Geschwindigkeit geht. Erster Gang und schleifende Kupplung waren das Gebot der Stunde.
Ganz Fehlerfrei haben wir den Kurs natürlich nicht geschafft, was nicht zuletzt auch unserer mangelnden Kondition geschuldet sein dürfte, aber immerhin hat keiner von uns sein Mopped auf die Seite gelegt und ich finde wir haben uns für das erste Mal ganz gut geschlagen. – Und die Moppeds sowieso.
MRSC-Mernes, wir sehen uns sicher bald wieder! :)