SR500 Cafe Racer 2J4

Nach meinem SR500 Rückfall fehlt mir noch die richtige Optik für den Bock, da ich ja nun die lang ersehnten Gußfelgen habe muss nun auch der dementsprechende 80´er Jahre Cafe-Racer Look her.

Nach langem hin- und hersuchen und überlegen, hab ich dann einfach mal eine Teilbestellung (einen Teil der begehrten Teile) bei KEDO für den Anfang gemacht – belastet das Konto auch nicht so stark

Angefangen habe ich mit dem Vorderbau – Fehling Stummel, tiefer (15 mm) entspricht jetzt der Höhe von der 48T mit 18 Zoll Vorderrad, Gussfelge schwarz, Frontfender erleichtert.

Will den Umbau von vorne nach hinten durchführen und dann zielgerichtet noch die Details rausarbeiten – z.b. Rahmendreieck, Lampe, Tacho …

Jetzt erstmal wieder die Fahbereitschaft herstellen!

XL 125: Zündfunke wieder da, Ölwechsel…

Letztes Wochenende hat sich der Zündfunke der XL aus dem Herbst-, Frühlings- und Winterschlaf  zurückgemeldet. Ursache war wohl der Unterbrecherkontakt. Nachdem der Funke also wieder da war habe ich direkt noch einen 26er Keihin Vergaser von eBay verbaut, der wundersamerweise auf Anhieb lief.

Heute wurde dann ein Bleigelakku von Pollin geliefert und verbaut und nach einer kurzen, zufriedenstellenden Runde zum Aufwärmen ein Ölwechsel durchgeführt.  Im Zuge dessen habe ich auch gleich noch den Zentrifugalölfilter gereinigt.

km-Stand: 9300.

Eine Frage an die Elektrik-Profis: Ladespannung ohne angeklemmte Batterie bei hoher Drehzahl und ohne angeschaltete Verbraucher: 20V. Mit angeklemmter Batterie immer noch über 8V! Ist das nicht etwas zu viel für ein 6V System? Einen Spannungsregler, der defekt sein könnte, finde ich nirgends. Mein Schaltplan hat leider ein riesiges Loch, da er mit Fahrerhandbuch direkt neben einer (nicht Bleigel!)Batterie aufbewahrt wurde und Säure drübergelaufen ist… Die Schaltpläne von CB125, SL125 und XL125S, die ich noch habe passen leider nicht.

Wiesbadener Dax und Monkey Treffen

Vom 14. bis 16.05.2010 fand bei Wiesbaden ein Dax/Monkey Treffen statt.
König Bert, Prinz Fritz und ich fuhren aufgrund des schlechten Wetters nur auf eine kurze Stippvisite in der Blechbüchse zum Treffen. Die Veranstaltung war schön gelegen auf einem Hügel in der Taunuspampa, direkt neben einer Crossbahn.
Beim Anblick der Crossstrecke stiegen  mir fast die Tränen in die Augen, vor Ärger über die zu Hause gelassenen Zweiräder. Eine so schöne matschige Offroadstrecke, die man nach Herzenslust ganz legal befahren konnte…
– Hach, da hätte ich wirklich gerne mitgespielt.
Leider fehlten uns nicht nur die Mopeds, sondern auch die für die Matschstrecke zwingend notwendigen Wechselklamotten. So konnten wir nicht mal die uns leihweise angebotenen ATVs über die Strecke jagen.  🙁

Nächstes Jahr. Ganz sicher!


Honda Testtag

Honda macht in letzter Zeit ja öfters von sich Reden, in der benachbarten Bloglandschaft.  Nachdem Marc und Dennis vor ein paar Wochen  schon als Privatblogger zu den Honda Testtagen eingeladen wurden und offensichtlich viel Spaß an der Angelegenheit hatten, scheint das Konzept auch für Honda aufgegangen zu sein. So bekamen auch wir von der Handwaschpaste und Alexander von Abgeschweift letzte Woche einen sehr netten Anruf von Aaron Lang und wurden zu den Honda Power Days eingeladen.

Letzten Mittwoch war es dann so weit und wir pilgerten nach Erlensee zur neuen Honda-Academy, die im Dezember eröffnet wurde.
Dort wurden uns dann neue Produkte aus der Honda-Palette vorgestellt und wir hatten die Möglichkeit einige Motorräder, Autos, ATVs, Rasenmäher und Roller probe zu fahren. Außerdem bekamen wir eine interessante Führung durch die Honda-Academy und  eine kurzweilige Präsentation zum neuen Doppelkupplungsgetriebe der VFR.

An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an Aaron Lang & Honda! Es war ein sehr interessanter, schöner und kurzweiliger Tag für uns!

-> Ein kleines Flip-Video der Führung durch die Academy gibt’s bei Nicole

Leider haben wir es nicht geschafft alle uns zur Verfügung stehenden Mopeds probezufahren, geschweige denn die Autos, ATVs oder Aufsitzmäher anzutesten. Ich musste mich nach der Fireblade und der neuen VFR1200F DCT  überhaupt erstmal dazu zwingen noch andere Modelle zu fahren. Ich wäre am liebsten einfach den ganzen Tag mit einer der beiden Kisten durch den Spessart geheizt. Aber jeder Umstieg auf das nächste Motorrad hatte sich letztendlich gelohnt und brachte viele neue Eindrücke, einige Überraschungen und jede Menge Fahrspaß mit sich.

—-

Honda Shadow 750:
745ccm, 46 PS, 262kg


Ernie:
Da ich noch etwas müde war, wollte ich eigentlich erstmal nur eine Runde Aufsitzmäherparcour fahren. Da wir uns aber nicht sicher sein konnten, ob das Wetter hält schien es vernünftiger keine Zeit zu verlieren und gleich eine Runde auf den Bikes zu drehen. Also nahm ich mir erstmal das Motorrad aus der zur Verfügung stehenden Runde, dass am gemütlichsten aussah: die Shadow 750. Bequeme Sitzposition, gutes Handling. – Ein „Chopper“ nach meinem Geschmack.
Der nette, dumpfe Sound, die angenehm tiefe Sitzposition und ein bequem geformter Lenker machten mir die Fahrt sehr angenehm. So stelle ich mir Chopperfahren vor: ein entspanntes dahincruisen. Die Füße bequem nach vorne und den Lenker lässig in den Händen fährt man, von einem brummeligen V-Twin Sound begleitet, der Sonne entgegen.
Da noch ein volles Programm auf uns wartete, wurde die erste Runde auch die kürzeste. Ich schätze, ich war höchstens 20 Minuten auf der Shadow unterwegs…
Bert:

Mein letztes Testobjekt – zum Abschluss eine entspannende Runde mit einem Softchopper, lockere Sitzposition bis 120km/h, darüber sollte man schmale Schuhe tragen da die Sohle genau im Wind steht ;o) ausreichende Leistung ist vorhanden um auch etwas sportlicher über  Landstraße zu gleiten.


Honda VT 750S:
745ccm, 44PS, 232kg


Bert:
Einsteigerbike im Sportster Look – aufrechte, entspannte Sitzposition – unkritisches Fahrverhalten. Leistung ist etwas mager, wird aber durch den phänomenalen Sound wieder gutgemacht.  Für die aktuellen Abgas- und Lautstärkeregelungen ein beeindruckender Klang.


Honda CBR 1000RR Fireblade:
999ccm, 178 PS, 199kg

Ernie:
Nach der Shadow folgte für mich gleich die Überraschung des Tages.
Ich habe noch nie auf einer Supersportler gesessen und wollte die Fireblade zuerst auch gar nicht fahren. Viel zu aggressiv und zu schnell für mich, dachte ich. Bestimmt kaum zu bändigen, dachte ich. Und mit der Sitzposition komme ich bestimmt auch nicht zurecht, hab ich gedacht.
Aber da Alexander sich die Blade gleich als erstes geschnappt hatte, wollte ich es dann doch mal mit ihr versuchen. Nachdem ich bei meinen Mitfahrern auf eine kurze Runde bestand, lies ich mir die entsprechenden Schlüssel aushändigen.
Gott sei Dank! Denn schon ein paar Kilometer später, nach der ersten Ortschaft, war ich verliebt und vergaß die Bitte nach einer besonders kurzen Runde ganz schnell wieder.  Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber die Fireblade fährt sich easy und sicher. Marcs Ratschlag über Twitter allerdings hatte durchaus seine Berechtigung: „Achtung: Zum Überholen erst ausscheren, dann Gas geben!“ Als SR-Fahrer ist man es ja gewohnt zum Überholen Anlauf zu nehmen. Bei der Fireblade reden wir von einer Beschleunigung von 0 auf 200km/h in 8 sek. – und genauso schnell wieder auf 0 zurück. Da fühlen sich meine Trommelbremsen dagegen geradezu verkehrsuntauglich an.
Fahrwerk, Leistung, Sound und Sitzposition: Top!
Wie sehr ich mich doch getäuscht habe! Jetzt will ich ’nen  Sportler – und ein Rennstreckentraining. 😉

Bert:

ne danke – ich teste lieber mal die 125´er INNOVA weil der “Nice” Motor unter uns Monkey und DAX Fahrern sehr begehrt ist – ein original Honda Japan Motor, kein China Nachbau! Unspektakulär, der Motor ist gut – Keine technischen Neuerungen für mich seit der Einführung der CDI Zündung, außer dem Elektrostarter – aber, nur der Motor zählt, das Gesamtkonzept “Nice” wirkt wie ein Mofa aus den 80´ern.


VFR 1200 F DCT
1 237 ccm, 172 PS, 277 kg

Ernie:
Das debile Dauergrinsen meiner Supersportler-Premiere hing mir noch bis hinter beide Ohren, als es auch schon zum nächsten Highlite des Tages ging:  Hondas Sporttourer-Flaggschiff VFR 1200F DCT.
Das Dual Clutch Transmission ist Hondas niegelnagelneues, einzigartiges Doppelkupplungsgetriebe also quasi ein „elektronisch gesteuertes Schaltgetriebe mit automatisierter Kupplung“. Man hat also mit der Doppelkupplung nicht zwei, sonder gar keinen Kupplungshebel, keinen Schalthebel und trotzdem keine Abstriche beim Fahrspass. Im Gegenteil.
Es stehen verschiedene Möglichkeiten der Schaltsteuerung zur Auswahl. Programm D, quasi das Altherrenprogramm, ist auf eine sehr spritsparende Fahrweise ausgelegt. Diese Einstellung war für mich allerdings schon nach ein paar hundert Meter erledigt und ich drückte den kleinen Knopf weiter auf die Position S, das Sportprogramm. Und hui, dann ging der Spaß los.
An der ersten Ampel suchte die linke Hand natürlich noch verzweifelt den Kupplungshebel, aber schon beim zweiten Stopp hatte ich mich an die (Verzeihung Honda) Automatik gewöhnt.
Erstaunlich, wie entspannend es sein kann, wenn man sich nicht um die Schalterei kümmern muss. Dabei aber trotzdem ein Schaltgetriebe fährt.  Auch die dadurch gegebene Laufruhe und die unterbrechungsfreie Leistungsabgabe fielen mir sehr positiv auf. Es steht auch ein Tiptronic zur Verfügung, mit dem man jederzeit manuell in das Schaltgeschehen eingreifen kann, aber das habe ich auf der Ausfahrt überhaupt nicht genutzt. Ich genoss die Fahrt im Sportmodus, kümmerte mich nicht weiter um die Gänge und widmete meiner Aufmerksamkeit ganz der enormen Beschleunigung, die ab ein paar tausend Umdrehungen einsetzt. Yeah!
Diese DCT-VFR ist auf einer längeren Tour mit Sicherheit genau so vergnüglich, wie der Ausflug auf die heimische Landstraße. Mich jedenfalls hat das Moped und seine neue (optional erhältliche) Technik sehr begeistert.
Bert:
Mein Problem mit Tieffliegern ist die mangelnde Praxis, immer wenn ich mehr Power als Verstand habe und das Gas aufdrehe, bin ich so überrascht von der Kraftentwicklung, dass ich meist im eingelegten Gang verharre und der Wunsch nach Entschleunigung größer ist als die Koordination Kupplung mit Schalthebel geregelt zu bekommen.
Mit der VFR (Version Doppelkupplungsgetriebe) schließt sich für mich hier die „Marktlücke“ – Die VFR lässt sich nach sehr kurzem Verlustgefühl des Kupplungs- und Schalthebels sehr angenehm fahren.
Im Standardmodus D (Drive) ist man bei ungefähr 70kmh bereits im fünften Gang und der Verbrauch ist vermutlich äußerst gering, naja, schalte ich mal um auf  Modus S (Sport) und nun fahre ich ein richtiges Motorrad.
Eine lange, übersichtliche  Gerade vor mir und ich gebe Vollgas – „Woooaaaaah“ hör ich mich da in meinen Helm schreien! Hier kommt meine „Marktlücke“: volle, kontrollierte, perfekte und flüssige  Beschleunigung ohne von den Schaltintervallen abgelenkt zu werden – 172PS sind auch bei 277Kg sehr viel.
Ein (gefühlt) beherrschbares Superbike! Die „manuelle“ Version der VFR1200F erscheint mir nach dieser Erfahrung als überflüssig!
-> …und das meint Clemens vom MoJomag zur VFR


CBF 1000F
998ccm, 110PS, 245kg


Ernie:
Durch die kleine Verkleidung vielleicht etwas Tourentauglicher, als die CB 1000R. Ansonsten konnte ich keine großen Unterschiede feststellen, da ich sie auch nur ein kurzes Stück gefahren bin um anschließend mit Bert gegen die VT1300 zu tauschen.
Bert:

Aufrechte Sitzposition, verleitet durch das Tourerfeeling nicht so zum heizen. Im Vergleich zu den bereitstehenden Alternativen nichts Besonderes.


Honda VT1300 CX:
1312ccm, 58PS, 303kg


Ernie:
Die VT1300 War das einzige Motorrad der getesteten Hondas, dass mir, wieder erwarten,  nicht so zusagte. Aus markenrechtlichen Gründen darf das Teil nur im Amiland „Fury“ heißen, aber „Flipper“ wäre meiner Meinung nach eh der passendere Name gewesen. Die Linienführung erinnert mich eher an einen schwulen Hai Delphin, als an ein Hottehüh. Für meinen Geschmack zu sehr im OCC-Look, aber genau dieser Look kommt wohl zur Zeit allgemein gut an. Zumindest erregte dieses Bike das meiste Aufsehen der Passanten.
Das Fahrverhalten empfand ich aber, verwöhnt durch die allesamt klasse Bikes die ich vorher fuhr, als „unsicher“. Spaß macht natürlich das brummen und vibrieren des V-Twins unterm Hintern und die Sitzposition empfand ich schon auch bequem zum sanften dahincruisen. Aber das schnelle Aufsetzen der Rasten und meine zu kurzen Arme für den mächtigen Lenker machten das Kurvenfahren etwas mühselig. Wahrscheinlich auch nur Übungssache. Aber mein Fall war es eher nicht.
Bert:

Custom Chopper von der Stange, der Trend der  „coolen Fernsehrocker“ wurde hier von Honda gut umgesetzt. Die VT1300 sieht nicht wirklich gut fahrbar aus – sehr lang, gereckte Gabel, weit vorverlegte Rasten, Riesenschlappen,…
Aber, die Straßentauglichkeit ist besser als es aussieht, man kann also auch an der Eisdiele vorbei fahren und bei Touren auf langgezogenen Landstraßen die niedertourigen 1.3 Liter Hubraum genießen, wenn es eng wird hört man schon mal die Fußrasten schleifen. Sitzposition ist überraschend angenehm, die Rastenanlage ist auch für Leute unter 180cm erreichbar.
Ich würde die VT1300 als „echten“ Chopper bezeichnen (halt von der Stange), mit der VT lässt es sich schön einfach (easy) nur dahingleiten!


CB 1000R
998ccm, 125PS, 217kg


Ernie:
Zum Abschluss noch mal Giftbock. 🙂
Auch bei der CB 1000R reicht ein kleines Zucken des rechten Handgelenks für einen ordentlichen Adrenalinstoß. Kein Wunder, kommt der Motor doch aus der Fireblade. Im direkten Vergleich zur CBR1000RR gefiel mir aber die sportliche Sitzposition auf der Blade etwas besser. Ansonsten aber auch ein sehr anständiges, feuriges Nakedbike. Hätte ich durchaus auch sehr gerne mit nach Hause genommen…
Bert:

Die CB1000R war mein persönlicher Favorit, an dem Bock stimmt alles (naja, mattschwarz wäre sie perfekt) – vorsichtig mit dem Gas, oder wissen was auf einen zukommt, die CB1000R hängt direkt am Gas, hier gibt es keine Verzögerung und keinen zu überwindenden Widerstand – Sitzposition würde ich als sportlich entspannend bezeichnen, herausfordernd und gefährlich, der  Tank zwischen den Knien und der „breite“ Lenker verleihen mir das Gefühl dieses Motorrad zu beherrschen. Die CB1000R fährt sich auch zu einfach, zu sicher ist das Gefühl und zu hoch wird die Geschwindigkeit – an dieser Stelle überkommt mich die Vernunft – zu gefährlich für mich.


Interessante Honda-Links:

Honda macht in letzter Zeit ja öfters von sich Reden, in der benachbarten

Bloglandschaft. Und zwar auf sehr angenehme Art und Weise. Nachdem Marc und Dennis

letzte Woche schon als Privatblogger zu den Honda Testtagen eingeladen wurden und

offentsichtlich viel Spass an der Angelegenheit hatten, scheint das Konzept auch für

Honda aufgegangen zu sein. So bekahmen auch wir von der Handwaschpaste und

Alexander von Abgeschweift letzte Woche einen sehr netten Anruf von Aaron Lang und

wurden zu den Honda Power Days eingeladen.
Nachdem was wir von der letzten Veranstaltung wussten, brauchten wir nicht lange zu

überlegen und sagten erfreut zu.
Letzten Mittwoch war es dann so weit und wir pilgerten nach Erlensee zur neuen

Honda-Academy, die im Dezember eröffnet wurde.

Dort wurden uns dann einige neue Produkte aus der Honda-Palette vorgestellt

(VFR1200F DCT, CR-Z) und wir bekahmen die Möglichkeit einige Motorräder, Autos,

ATVs, Rasenmäher und Roller probe zu fahren. Außerdem bekahmen wir eine

interessante Führung durch die Honda-Academy und  eine kuzweilige Päsentation zum

neuen Doppelkupplungsgetriebe der VFR.

An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an Aaron Lang & Honda! Es war ein

sehr interressanter, schöner und kurzweiliger Tag für uns!

Leider haben wir es nicht geschafft alle uns zur Verfügung stehenden Mopeds

probezufahren, geschweige denn die Autos, ATVs oder Aufsitzmäher anzutesten. Ich

musste mich nach der Fireblade und der VFR überhaupt erstmal dazu zwingen, noch

andere Modelle zu fahren. Ich wäre am liebsten einfach den ganzen Tag mit einer der

beiden Kisten durch den Spessart geheitzt. Aber jeder Umstieg hatte sich letztendlich

gelohnt und brachte viele neue Eindrücke, einige Überraschungen und jede Menge

Fahrspass mit sich.

Honda Shadow 750:

Ernie:
Da ich noch etwas müde war, wollte ich eigentlich erstmal eine Runde

Aufsitzmäherparcour fahren. Da wir uns aber nicht sicher sein konnten, ob das Wetter

hält, schien es doch vernünftiger zu sein keine Zeit zu verlieren und gleich eine Runde

auf den Bikes zu drehen. Also nahm ich mir erstmal das Motorrad aus der zur Verfügung

stehenden Runde, dass am gemütlichsten aussah: die Shadow 750. Bequeme

Sitzposition, gutes Handling. – Ein Chopper nach meinem Geschmack.
Der nette, dumpfe Sound, die angenehm tiefe Sitzposition und ein bequem geformter

Lenker machten mir die Fahrt sehr angenehm. So stelle ich mir Chopperfahren vor: ein

entspanntes dahincruisen. Die Füße bequem nach vorne und den Lenker lässig in den

Händen fährt man, von einem brummeligen V-Twin Sound begleitet, der Sonne

entgegen.
Da noch ein volles Programm auf uns wartete, wurde die erste Runde auch die kürzeste.

Ich schätze, ich war höchstens 20 Minuten auf der Shadow unterwegs…

HOnda VT 750:

Bert:

Honda CBR 1000RR Fireblade:

Ernie:
Nach der Shadow folgte für mich gleich die Überraschung des Tages.
Ich habe noch nie auf einer Supersportler gessen und wollte zuerst die Fireblade zuerst

auch gar nicht fahren. Viel zu aggresiv und zu schnell für mich, dachte ich. Bestimmt

kaum zu bändigen, dachte ich. Und mit der Sitzposition komme ich bestimmt auch nicht

zurecht, hab ich gedacht.
Aber da Alexander sich die Blade gleich als erstes geschnappt hatte, wollte ich es dann

doch mal mit ihr versuchen. Nachdem ich bei meinen Miitfahrern auf eine kurze Runde

bestand, lies mir die entsprechenden Schlüssel aushändigen.
Gott sei Dank! Denn schon ein paar Kilometer später, nach der ersten Ortschaft, war ich

verliebt und vergaß die Bitte nach einer besonders kurzen Runde ganz schnell wieder.

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber die Fireblade fährt sich easy und sicher.

Mann kann dieses Moped erstaunlicherweise auch in langsamer Fahrt wunderbar

händeln. – Will man aber nicht 😉
Ich bin eigentlich kein Heizer, schließlich fahre ich hauptsächlich eine SR500, aber diese

Leistung unterm Arsch zu spüren ist schon phänomenal, genauso wie der Sound. Wow!

Und zu dieser Leistung passt die von mir zuerst verschmähte Sitzposition wie die Faust

aufs Auge. Auch das Fahrwerk hat mich mehr als beeindruckt. Marcs Ratschlag über

Twitter hatte durchaus seine Berechtigung: „Achtung: Zum Überholen erst ausscheren,

dann Gas geben!“ Als SR-Fahrer ist man es ja gewohnt zum Überholen Anlauf zu nehem.

Bei der Fireblade reden wir von einer Beschleunigung von 0 auf 200km/h in 8 sek. – und

genauso schnell wieder auf 0 zurück. Da fühlen sich meine Trommelbremsen dagegen

geradzu verkehrsuntauglich an.
Ich bin hin und weg von dem Gerät, wohlwissentlich, dass man sein Hirn beim Ritt auf der

Fireblade niemals ausschalten darf, was schnell passieren kann. Mal kurz zu fest am Gas

gedreht und die Beschleunigung drückt das Hirn in die hinterste Ecke des Schädels und

deaktiviert dabei schnell mal die Vernunft. Merkt man daran, dass die Stimmbänder erst

ein „ohhhhh“ und dann ein „yeah“ ausstoßen und kurz darauf ein dauergrinsen einsetzt.

Erst ein Blick auf den Tacho und danach auf die rot eingekreiste Zahl am Strassenrand,

die kurz zu sehen war, lies bei mir die Vernunft wieder langsam hervorkriechen. – Uiuiui.

Ich will ein Sportler und ich will ein Rennstreckentraining. 😉
Wie sehr ich mich doch getäuscht habe!
Da ich dem Motorradvirus noch nicht allzu lange verfallen bin und über

dementsprechend wenig „Modellerfahrung“ verfüge, bin war ich vielleicht auch noch

leicht zu beeindrucken, aber dieses Moped war wie ein schlag ins Gesicht, mit

anschließender Dauergrinsgarantie.

CB 1000R
Ernie:
Auf den Geschmack gekommen, gings direkt auf den nächsten Giftbock.
Auch bei der CB 1000R reicht ein kleines Zucken des rechten Handgelenks für einen

ordentlichen Adrenalinstoß. Kein Wunder, kommt der Motor doch aus der Fireblade. Im

direkten Vergleich zur Blade gefiehl mir aber die sportliche Sitzposition besser.

Ansonsten aber auch ein sehr anständiges, feuriges Nakedbike. Hätte ich durchaus auch

gerne mit nach Hause genommen…

VFR 1200 F DCT
Ernie:
Hondas Sporttourer-Flaggschiff mit neuartigem Doppelkupplungsgetriebe. Das Motorrad

bietet nicht einfach nur eine Automatik, sondern ein elektronisch gesteuertes

Schaltgetriebe mit automatisierte Kupplung. Das bedeutet in der Praxis: Kein

Kupplungshebel, kein Schalthebel und trotzdem keine Abstriche beim Fahrspass. Es

stehen einem verschiedene Möglichkeiten der Schaltsteuerung zur Auswahl. Programm

D, quasi das Altherrenprogramm ist auf eine sehr Spritsparende Fahrweise ausgelegt.

Diese Einstellung war für mich schon nach ein paar hundert Meter vom Hof erledigt und

ich tippte mit dem rechten Daumen den Schalter auf S, das Sportprogramm. Damit fing

der Spass dann an.
An der ersten Ampel suchte die linke Hand natürlich noch verzweifelt den

Kupplungshebel, aber ich hatte mich doch recht schnell daran gewöhnt.
Erstaunlich, wie entspannend das ist, wenn man sich die Schalterei sparen kann. Es steht

wohl auch ein Tiptronic zur Verfügung, aber das habe ich auf der Ausfahrt überhaupt

nicht genutzt. Ich genoss die Fahrt im Sportmodus, kümmerte mich nicht weiter um die

Gänge und widmete meiner Aufmerksamkeit ganz der enormen Beschleunigung, die ab

ein paar tausend Umdrehungen einsetzt. Mit dieser DCT-VFR ist es mit Sicherheit auf

einer längeren Tour genauso vergnüglich, wie der Ausflug auf die heimische Landstraße.

CBF 1000F
Durch die kleine Verkleidung vielleicht etwas Tourentauglicher, als die CB 1000R.

Ansonsten konnte ich keine großen Unterschiede feststellen, da sie auch nur kurz

gefahren um mit Bert gegen die VT1300 zu tauschen.

Honda VT1300

Ernie:
Die letzte Probefahrt des Tages, mit der VT1300 War das einzigste Motorrad der

getesteten Hondas, dass mir nicht so zusagte. Aus markenrechtlichen Gründen darf das

Teil nicht „Fury“ heißen, aber „Flipper“ wäre meiner Nach eh der passendere Name

gewesen. Die Optik erinnert ja schon ein wenig an einen schwulen Hai Delphin. Für

meinen Geschmack zu sehr im OCC-Look, erregt das Bike aber schon aufsehen. Ich

spürte schon ein paar große Augen auf meinem Rücken haften und gerade auch einige

Kids waren ganz aus dem Häusschen, wenn ich mit dem Chopper vorbeigetuckert bin.

Das Fahrverhalten empfand ich aber, verwöhnt durch die klasse Bikes die vorher fuhr, als

„unsicher“. Spass macht natürlich das brummen und vibrieren des V-Twins unterm

Hintern und die Sitzposition empfand ich schon auch bequem zum sanften dahincruisen.

Aber das schnelle Aufsetzen der Rasten und meine zu kurzen Arme für den mächtigen

Lenker machten das Kurvenfahren etwas mühselig. Wahrscheinlich auch nur

Übungssache. Aber mein Fall war es eher nicht.

Bonanzarad Bobber Kurbel

In der Werkstatt vergessen, der Bobber – Panik: „im Mai will ich drauf fahren!“

Hui, schnell in die Werkstatt und die grundlegenden Teile anschweißen und das gaaaanz früh, mit nem doppelten Kaffee 😉

Was bisher noch gefehlt hatte war die Kurbel – sonst fährt nix

Das Kurbelgehäuse wurde per Sitzbrobe und Meter am Rahemen vermessen und mit dem Elektroschweißgerät richtig fest angebraten. Die Halterung für die Sissybar wurde noch angebracht und nun ist der Rahmen grob fertig.

Eine „Testfahrt“ aus eigener Kraft, per Pedale war nun möglich – Etappenziel erreicht!

Die Gabel ist furchtbar, die Lager wackeln, tendiere im Momen dazu die 1 Zoll Lagerschalen am Rahmen festzupunkten!

Veilleicht bekomme ich den Hintern im Mai nochmal hoch, die Kette ist so versetzt, dass es sehr unschöne Geräusche gibt, wenn man kraftvoll in die Pedale tritt!

#planB

Letzte Woche Freitag wollten sich eigentlich ein paar Blogger zum Wheelietraining in Weeze treffen.
Nachdem wir uns quasi mitten in der Nacht aus dem Bett gequält hatten und @pistonpin, @spacemuck und ich voller Vorfreude die rund 350km in der Blechbüchse antraten erreichte uns kurz vor der Autobahnauffahrt ein unerfreulicher Anruf: @vjstephan teilte uns mit, dass unser Trainer kurzfristig ins Krankenhaus eingeliefert wurde. 🙁
Mistkackrotzdreckscheissenfickgedöns, dachte ich.
Dreckshurenmistgefisteteanalwurzelhaemoridenkacke, bestätigte mich @TouretteBot.

Also erstmal die „letzte Tankstelle vor der Autobahn“ angesteuert und beim Kaffee das weitere Vorgehen beratschlagt:

  • Möglichkeit 1: Weiterfahren und einen netten Grillabend bei @motorradblogger verbringen…
    – Dann könnten wir bei dem schönen Wetter kein Motorrad fahren.
  • Möglichkeit 2: Mit den Mopeds gen Norden fahren…
    – Dann müssten wir Autobahn fahren.
  • Möglichkeit 3: Ohne Trainer Wheelies üben…
    – Scheitert an der (legalen) Beschaffung eines geeigneten Mopeds.
  • Möglichkeit 4: einfach ein bissl mit den Mopeten cruisen…
    – …

Nun denn. Auf zu #planB 1.4.:
Man bewaffne sich mit einem 1€ Einweggrill, ein Duzend leckere Rinderbratwürste und begebe sich auf eine schöne Tour zum entspannten Grillen auf den nächstgelegenen Mottardtreff.

Das zweite Hinterradfahreranwärter-Trio, weiter oben im Norden der Republik, hatte einen ähnlichen #planB und so konnten wir, über Twitter verbunden, gewissermaßen gemeinsam durch den Tag Cruisen.

Abends, bei Wheeliebräu und #wcotw-brezn, waren wir uns dann auch alle einig: ein guter Tag. – Bleibt nur zu hoffen, dass sich der Tag bei Lothar genau so gut entwickelt hat und es nichts ernstes war!

Samstag sah unser #planB dann noch eine Tour zur Veterama vor.
Da wir erst relativ spät losfuhren mussten wir für eine möglichst schnelle Anreise ein Stückchen auf der Autobahn entlangrutschen, nach einem netten Shoppingrundgang ging es dann aber über eine spaßige und kurvenreiche Wald und Wiesenstrecke zurück.

Download der KML Datei beider Touren (grün=Veterama / orange=planB)