Eurosport und die Dakar

Ist die Dakar den Programmverantwortlichen bei Eurosport nur ein lästiger Dorn im Auge? Oder gar Sand im Getriebe der sicherlich unfassbar hohen Einschaltquoten bei Dart und Snooker?
Die Dakar, für mich aus Gewohnheit umgangssprachlich immer noch die Paris-Dakar, ist das größte und eines der letzten Rallye-Abenteuer. Vermutlich eines der härtesten Motorsportrennen der Welt. Total spannend, durch total schön anzuschauende Landschaften, mit total viel Action und total faszinierenden Fahrzeugen vom Motorrad bis zum LKW. Also alles was vernünftig mit Benzin im Gelände fahren kann. Da hocken folglich nicht nur die paar bekloppten, unter Entzug leidenden, Motorradfans erwartungsvoll vor der Flimmerkiste. Auch die Rallye, LKW und Quad-Fans haben bzw. hätten sicherlich ihr Freude an dem Event.
Aber was sieht man, wenn man jedes Jahr auf’s neue die Dakar zur Gelegenheit nimmt und Eurosport einschaltet? Snooker, Dart, Skihüpfen oder, immerhin, Tennis.
Wenn man dann Glück hat, und die Berichterstattung nicht kurzfristig komplett ausfällt, bekommt man eine knappe halbe Stunde lang einen schnellen Überblick über die Etappe. Oft mit Kommentaren, die mit den gezeigten Bildern nichts zu tun haben und Minutenlangen Schwenks über die Landschaft durch die gerade dummerweise kein Teilnehmer fährt.
Wo bleiben die Geschichten, von denen die Dakar so viel zu bieten hat?
Wo bleibt die Begeisterung und Ausführlichkeit mit der Eurosport sonst auch Dart und Snooker überträgt?
Und wenn schon nicht jeden Tag mehr Sendezeit zur Verfügung steht, könnte man nicht alle paar Tage, oder einmal die Woche eine ausführliche Zusammenfassung bieten?

Aber gut, mit der Qualität der Sendung könnte ich sogar wunderbar leben, sofern sie nicht regelmäßig bis zu 1,5 Std. später beginnen würde.
So aber bleibt nur zu hoffen, dass ServusTV sich der Sache nächstes Jahr annimmt. An der Präsenz des Red-Bull-Logos würde es ja nicht mangeln….

Weitere Kommentare zum Thema:
Tourentante: Ich mag die Dakar, aber….
Motopoly: Wüstentraum vs. Kneipensport
RidexperienceDas tägliche Trauerspiel: Eurosport-Berichte zur Dakar

Rückblick 2012

Für’s Logbuch: Fuhrpark, Tachostand und gefahrene Kilometer 2012

Afrika Twin: 8.044km -> Tachostand: 72.044
NC700: 3.493km -> Tachostand: 3.493
SR500: 6.599km -> Tachostand: 48.775 (12.224 neuer Tacho)
Vespa: 90km -> Tachostand: 21.340
Husky: 0km -> Tachostand unbekannt
Hercules Mp4: ca. 15km
= gesamt: ca. 19.000km

 

Hercules MP4

Während einem Wochenende auf der Veterama sind die Wege manchmal lang und die Beine manchmal schwer. Das führte seinerzeit dazu, dass ich unvermutet eine Hercules MP4, Bj. 1973, meinen Eigen nannte.
Ein Wiederverkauf zum Ende der Veranstaltung scheiterte nicht ganz ungewollt, weshalb die kleine Knatterkiste seither die Werkstatt ziert.

Anfangs dachte ich dabei an das nächste Mofarennen. Nun ist mir der Oldtimer aber zu schade für einen radikalen, renntauglichen Umbau und ich werde ihn erstmal nur „fit“ machen und dezent aufhübschen. Das heißt auch der Originallack bleibt und ich möchte (vorerst) nichts absägen. Auch wenn die Schutzbleche geradezu danach schreien.

Technisch ist die Hercules in einem dem Alter entsprechend ganz gutem Zustand. Mittlerweile ist sie außerdem (endlich) sauber, so dass es an der Zeit ist ein paar Verschleißteile (Reifen, Pedalen etc.) und die Papiere zu organisieren. Dann wird sich bald zeigen, ob das Mofa vielleicht sogar für die nächste Fuffietour taugt. Eingetragen ist es im Original ja immerhin schon mit 49km/h.

 

Smart Turbolader – Der Tritt ins Leere

600 ccm bringen ohne Turbolader so ca. 30% Leistung – ist nicht viel, oder!?

Es ist ein blödes Gefühl, wenn sich der Druck auf das Gaspedal nicht in Motorleistung umwandelt, was ist da los? Der Smart fährt, rollt, kriecht, bleibt hoffentlich nicht stehen, läuft der Motor noch?

Als ich die Schnellstraße verlassen hatte und mich mit dem erwähnten massiven Leistungsverlust nach Hause schleppte, begann die geistige Schadensanalyse – Turbo ist weg – das Problem kannte ich von meinem VW T3 1,6 TD.

Nach (oberflächlich) optischer und haptischer Kontrolle der Wege und Komponenten (Schläuche, Anschlüsse, Sensoren, Risse, Mechanik, …)  rund um den Turbolader konnte ich keinen Mangel festellen.
Schade eigentlich, hätte mich über einen offensichtlichen Fehler gefreut, aber nichts zu finden!

Für mich ist der Smart ein moderner Käfer, inkl. der modernen Elektrik, Elektronik, oder wie sich die nicht nachvollziehbaren Funktionen in den kleinen schwarzen Bauteilen auch immer nennt.

Und da ist nun auch Lösungsansatz zu suchen. Ein Besuch im SmartCenter hätte (ich war nicht dort!) höchstwahrscheinlich laut Diagnosecomputer einen defekten Turbo als Ursache – Kosten alleine nur für den Turbo ca. 600€!

Im WWW bin ich dann über die Smart-Roadster-Bibel gestolpert – anderes Auto, gleicher Motor – und meine Verzweiflung fing an zu weichen. Dort wird über ein Notlaufprogramm berichtet , welchses aktiviert wird wenn die Steuerelektronik Werte ausserhalb der programmierten Toleranzen erhält.

Meine Gedankenschritte:

  1. Notlaufprogramm = Programm
  2. wie beende ich ein Programm, das zum Beispiel abgestürzt ist oder sich aufgehängt hat??
  3. – RESET – Ich mach den verdammten Computer aus
  4. und hoffe das Prog ist nach dem Neustart nicht mehr aktiv 🙂

Also, Batterie abgeklemmt, bis 10  zählen und wieder anklemmen = Turbo pfeift wieder!

Natürlich weiss ich jetzt nicht warum der Turbo auf die Idee kam sich abzuschalten, hoffe mal es war aus einer Laune raus!

Memo: 169.050km

 

 

Power Of Dreams – Honda Testtage 2012

Honda rief zum Probefahren der aktuellen Motorradpalette und die Twittiods-Blogger-Fraktion folgte.
Die Runde der „Netzjournalisten“ war schon vollständig versammelt, als ich leicht verspätet im Mainzer Hyatt Regency Hotel eintrudelte und gerade noch die letzten 10 Minuten der Eröffnungspräsentation mitbekam.

Trotz gefährlicher Untercoffeinierung musste ich auf eine gemütliche Tasse Kaffee mit der Bloggerfamilie verzichten, denn die Buben wollten keine Zeit mehr verlieren und gleich nach dem Vortrag  die ersten Mopeds fahren. Dennis und ich entschieden uns spontan für die kleinen CRF250L Enduros.
Eine gute Entscheidung. Die Dinger fühlten sich sofort an wie solide Spielzeuge mit denen man viel Spaß haben kann. Im Innenstadtbereich von Mainz wendig und flink, und im Gelände perfekt.
Wir wechselten das Terrain dank einer weitläufigen Baustelle am Stadtrand spontan von Straße auf Schotter-Matsch-Hügelchen-Landschaft.

 

Ein Riesen Vergnügen, mit diesen kleinen Dingern. Ich hätte direkt den ganzen Tag dort bleiben und spielen können. So ein Teil ist definitiv der nächste Anwärter auf einen Platz in meinem Fuhrpark.
Das Stück Bundesstraße und Autobahn, das wir gefahren sind, machte in Begleitung von Crossrunner und Crosstourer wohl nicht wirklich Spaß, aber das gehört ja auch nicht zu den Aufgaben einer 140kg leichten 23PS-Maschine. Dafür sind die 250er naturgemäß zu schwach. Den Komfortbereich auf der Straße verlässt man spätestens ab ca. 110km/h.

Als wir zurück kamen war die Freude groß, über unsere artgerechte Haltung der vor kurzem noch blitzblanken CRFs. Das Auftragen der nötigen Dreckschicht zu Authentizitätssteigerung haben die Journalisten und Händler die ganze Woche nicht geschafft, erzählte man uns voller Anerkennung.

Als das Wort „Putzen“ fiel machte ich mich auf einem Crosstourer mit Doppelkupplungsgetriebe davon.
Der Crosstourer ist ein schönes Tourenmotorrad: Solides Auftreten, bequeme Sitzposition, ausreichend Leistung. Eine Honda eben.
Auf’s neue beeindruckt hat mich wieder diese Double Clutch Transmission (DCT). Zwei mal kurz vergeblich den Schalt- und Kupplungshebel gesucht und dann einfach nur genossen. Kein kuppeln, kein Schalten, aber bei Bedarf trotzdem manuell eingreifen können. Gute Sache. Und bei der Gelegenheit fragte ich mich, warum ich das DCT keinen Moment lang für meine NC700 in Betracht gezogen hatte.

Nachdem wir die zweite Fuhre Moppeds unbeschadet und sauber zurück gebracht hatten machten in einen Ausflug in fremde Gewässer. Und zwar auf einem Hochseetauglichen Angelboot mit zwei mal 90 PS im Kreuz. Unglaublich wie das Teil abgeht und wie schnell sich 60km/h anfühlen können. Auch von der Bremswirkung von so ’nem Karren war ich schwer überrascht.
Memo an mich: Bootsführerschein.

Die Runde mit dem kleinen 15PS-Bootchen war dagegen natürlich nicht ganz so prickelnd. Ich hatte gehofft, dass man selbst fahren dürfte, aber da wir uns auf einer internationalen Wasserstraße befanden galt hier schon ab 15PS Führerscheinpflicht.

Zum Abschluss wollte ich dann noch wissen, ob ich die NC700 lieber mit DCT hätte kaufen sollen und schnappte mir deshalb eine eben solche. Und ich muss sagen, das nächste mal würde ich es durchaus in betracht ziehen den Aufpreis für die „Automatik“ zu bezahlen.

Das war’s dann auch leider schon wieder mit dem Testtag. Wie immer ging die Zeit viel zu schnell vorbei und wie immer blieben einige Vorhaben eben solche. So kam ich leider nicht mehr dazu endlich mal eine Goldwing zu fahren und auch mit dem Crossrunner klappte es diesmal nicht. Die Fireblade stand erst gar nicht zur Verfügung und auf den Integra zu steigen konnte ich mich ich nicht überwinden. Das nächste mal vielleicht.

Mit dabei:
@pistonpin – abgeschweift.de
@schrm – schraegermeister.de
@griesgram999 – griesgram999.posterous.com
@moppedblog – moppedblog.de