Los Veteramos

Veterama 2012. Alles wie immer:  vorzüglichste Verpflegung, erstklassige isotonische Getränke, Benzin, Motoren und dreckige Finger. 🙂 Die drei Tage in 80 Sekunden:

5 Jahre auf 2 Rädern >50ccm

5 Jahre ist es nun her, dass ich mir (endlich) den Moppedlappen gönnte.
In dieser Zeit habe ich auf 7 verschiedenen Moppeds mehr als 60.000km mit einem Grinsen im Gesicht im Sattel verbracht und bin dabei durch Italien, Österreich, Schweiz, Slowenien, Kroatien, Island und Frankreich gekommen, habe die Nordschleife kennen gelernt, Wheelies geübt, ein paar Knieschleifer angekratzt, im Matsch gespielt und auf dem LUK-Drivingcenter geschwitzt.
Von der Bekanntschaft mit dem Haufen moppedbekloppter Freaks, mit denen zusammen ich viele feine Touren und Events erfahren durfte, mal ganz abgesehen.

Damals hatte ich mit mir gehardert, ob sich Aufwand und Investition in den Führerschein überhaupt lohnen. - Résumé nach 1825 Tagen: Yeah!

Mofarennen Döttesfeld

Neulich kam ich mit dem wahnsinnigen Kollegen Schü zu später Stunde auf Facebook ins Gespräch. Dieser Chat endete dann am frühen Morgen überraschend mit meiner temporären Aufnahme ins DRK Resttungsdienst Racer Team für das Mofarennen Döttesfeld 2012. Am Samstag (8. Sept.) um 4.00 Uhr in der Nacht sattelte ich dann also mit dem Kollegen @MaHofmann, der mittlerweile auch noch ins Team gestoßen war, die Moppeds und wir tuckerten mit der aufgehenden Sonne im Rücken und kaltem Wind im Gesicht nach Döttesfeld, zu unserem Einstand im Mofarenngeschäft.

Für manche bestand die erste Herausforderung schon darin, beim Le-Mans-Start sein Gefährt zu erreichen....

Die Jungs vom DRK-Team hatten für dieses Rennen einen komplett neuen Racer aufgebaut, der optisch schon mal mächtig was hermachte. Und auch das Setup machte einen soliden Eindruck: Die Basis stammte von einer Zündapp CS25, Tank und Sitzbank wurden einer KTM LC4 entwendet, die Frontpartie wurde von einer Yamaha DT80 geliehen, dazu ordentliche Stollenreifen, eine elekrtonische Zündung, verstärkter Rahmen, Vergaser... etc. pp.. Nur vom Feinsten.

Aber, wie nicht anders zu erwarten, wurde der erste Einsatz von diesem gerade noch rechtzeitig zusammengeschraubten Prototyp leider auch von ein paar Kinderkrankheiten begleitet. Glücklicherweise waren es aber meist nur relativ überschaubare Problemchen, die aufgetreten sind. Das nervigste war das trotz brutalstmmöglichem Einsatz von Schrauben und Schweißgerät nicht halten wollende hintere Kettenblatt. Die mit Abstand meisten Boxenstopps gingen auf die Kappe von den dämlichen sechs kleinen Schrauben, die partout nicht gewillt waren das bisschen Ritzel halten zu wollen.

Davon abgesehen hatten vor allem Markus und ich, die das Moppedchen nicht wirklich probefahren konnten, zeitraubende Probleme mit der gewöhnungsbedürftig eigenwilligen Schaltung. Mein persönlicher Einsatz wurde allerdings nicht vom Ritzel oder der Schaltung gestoppt, vielmehr war die vom Kolben mittlerweile plattgeklopfte, da zu lange, Zündkerze für meinen unrühmliche Rundenzeiten verantwortlich. Wie dieses wundersame Caterpillar-Töffli überhaupt so lange damit fahren konnte, ist mir ein Rätsel...

Aber: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Eine neue Zündkerze war schnell organisiert und Kolben und Zylinder hatten komischerweise keine nennenswerten Schäden aufzuweisen. Es konnte weiter gehen.

Darüber hinaus hat sich im Laufe der Zeit nur noch die Lagerhaltung von ausreichend Ersatz-Pedalen bezahlt gemacht. Das zähle ich im Rennbetrieb aber eindeutig zum normalen Verschleiß und die Dinger sind bei einem Fahrerwechsel auch schnell mal nebenbei ausgetauscht.

Am Ende haben wir es immerhin ins Ziel und durch den Ausfall einiger Teams noch auf den 10. Platz geschafft. Wenn bis nächstes Jahr die Kinderkrankheiten ausgemerzt sind und sich noch ein, zwei Pferdestärken in dem Motörchen finden lassen und die Schaltung funktioniert, sollte 2013 eine Platzierung unter den Top 5 nichts im Weg stehen.

SR500 Cafe Racer 2J4 #6

Nachdem ich dem 2J4 Cafe Racer das Herz und die Lunge rausgerissen habe, steht sie doch etwas verloren da, fast total zerlegt! Ein anderer Motor muss her, der bisherige Motor soll seinen Dienst im 2J4 Chopper verrichten! Die Atemwege werden befreit und paar Kleinigkeiten kann ich bei der Gelegenheit auch richten. Die meiste Zeit verbringe ich momentan damit das Fahrwerk vom Strassen- und Öldreckgemisch zu befreien - Bremsenreiniger und Schraubenzieher als Putzmittel.