Die 12.000km-Inspektion beim Händler damals war mir im Nachhinein etwas zu teuer für die doch eigentlich recht einfachen Arbeiten. Und überhaupt: nur wenn man es selber macht, weiß man was man hat. Scheiß auf die Garantie. Es ist schließlich eine HONDA! 😉 Ein Blick ins Handbuch zeigt, was die Japaner alle 12.000km so empfehlen zu checken und nach ausgiebiger Sichtprüfung ergaben sich für die NC folgende Aufgaben:
  • Ventilspiel einstellen
  • Luftfilter erneuern
  • Motoröl inkl. Ölfilter wechseln
  • Bremsbeläge vorne
Den Kettensatz hatte ich erst bei 18.000km getauscht. Der tut es noch eine Weile. Die Reifen (Metzeler Z8) sind nach 12.000km langsam auch fällig, aber im Gegensatz zu den Schlappen der CRF lasse ich hier lieber die Werkstatt ran. Ich habe beim Reifenwechsel großes Talent zur kreativen Felgenverzierung mittels der Hebeleisen. Das wäre dann doch zu schade, bei der NC. Alles in allem also eine sehr überschaubare To do Liste.

Ventilspiel einstellen

ventile Das Bucheli-Handbuch schreibt hierzu: "Damit man gut an den Zylinderkopf heran kommt, zuerst seitliche Verkleidungsteile abschrauben." Das ist natürlich kompletter Quatsch, denn das einzige, was dem bequemen Arbeiten am Zylinderkopf im Weg ist, ist der Kühler. ( Eine korrekte Arbeitsanleitung gibt es übrigens hier: http://nc750.de/honda-nc-700-sx-ventileinstellung/ ) Also Kühler runter und ran an die Ventile. Und siehe da, die Mühe hat sich gelohnt, denn das Spiel ist fast durchweg weit entfernt von den 0,02mm Toleranz. Und da ich den Kühler nun schon in der Hand hatte, bekam er auch gleich neue Flüssigkeit spendiert. Kann ja nicht schaden. Außerdem hat die neue Plörre eine viel schönere Farbe. Alles in allem ist das Prüfen des Ventilspiels trotz der Notwendigkeit den Kühler zu entfernen, keine große Sache und relativ Wartungsfreundlich. - Was man von dem Luftfilter nicht unbedingt behaupten kann.

Luftfilter wechseln

luftfilter Alter Schwede. Jetzt weiß woher die hohen Werkstattkosten rühren. Um zu dem kleinen roten Filter zu gelangen muss man ziemlich genau eineinhalb fantastillionen Schrauben und ziemlich viele, ziemlich dämliche Plastiknippel entfernen. - Alles kein Hexenwerk. Aber durchaus eine Geduldsprobe. Immerhin konnte ich so endlich mal den ganzen Dreck, der sich im "Kofferraum" angesammelt hat, ausleeren. 😀

Ölwechsel

oelfilter Eigentlich eine Sache von wenigen Minuten, wenn nicht irgend so ein Vollhonk (ich) beim letzten Ölwechsel den Ölfilter mit voller Kraft in das Gewinde gekeilt hätte. Selbst mit dem passenden Ölfilterschlüssel hatte ich hier keine Chance. Nach viel Schweiß, ein wenig Blut und kurz vor Tränen hat der krafttrainierte Herr Borislaw glücklicherweise doch noch Bewegung ins Spiel gebracht.

Bremsbeläge

bremsbelag Pippifax. Hatte ein wenig Bedenken wegen dem neumodischen ABS-Dingens. Ist aber quatsch. Beläge wechseln geht auch hier genau so einfach wie beim Fahrrad. Wer trotzdem gerne eine Anleitung hätte, bitteschön: http://nc750.de/nc750-nc700-bremsbelaege-wechseln/ Alles in allem war die Geschichte an einem Tag gegessen und hat gegenüber der Werkstatt rund 400,- € gespart. Das sind gut 25 Tankfüllungen, die ich jetzt gepflegt verballern werde. In diesem Sinne: Ridin' high.