„Beim Motorradsport geht es um das Bewegen von Motorrädern und Motorrädern mit Seitenwagen im sportlichen Wettkampf.“ (wikipedia)

Eine Übersicht der Motorradsportarten und bekanntesten Klassen:

Rennserien „Asphalt“
(Straße & Racetrack)


 

Moto Gand Prix (GP)

Königsklasse des Motorradrennsports.
Prototypen mit Viertaktmotoren ohne Aufladung und max. 1000ccm (seit 2012).
Web: motogp.com

Moto 2

Löste 2008 als Reaktion auf die immer größer werdenden Hubraumgrößen und das Verschwinden der 2-Takter die 250ccm-Klasse ab.
Prototypen mit Viertaktmotoren bis 600 cm³
Web: motogp.com/de/news/moto2

Moto3

Löste die 125ccm-Klasse ab (von 80 bis 125ccm mit einem Zylinder).
Jetzt 250ccm Einzylinder mit Einspritzung.

Superbike (SBK)

Rennsportklasse für seriennahe, vollverkleidete Motorräder der 1000ccm-Klasse.
Die Superbike-WM wurde von den japanischen Herstellern ins Leben gerufen, am erfolgreichsten ist bisher allerdings Ducati.
Web: worldsbk.com

IDM (Internationale Deutsche Straßenmeisterschaft)

Internationale Deutsche Meisterschaft in den Klassen: Superbike, Supersport, 125ccm, Sidecar
Web: idm.de

Supersport (WSS)

Rennsportklasse für seriennahe, vollverkleidete Motorräder bis 600ccm bei Vierzylinder, 675ccm für Drei- und 750ccm für Zweizylinder-Mopeds.

Superstock 1000

Die Meisterschaft ist für Superbikes der 1000-cm³-Kategorie ausgeschrieben. Das technische Reglement ist auf höchste Seriennähe ausgelegt und erlaubt nur geringe Unterschiede zwischen den verwendeten Rennmaschinen und den käuflichen Straßenversionen der Motorräder. Es wird auf profilierten Einheitsreifen gefahren und das Höchstalter der Piloten beträgt 24 Jahre. (wikipedia)

Sidecar

Auch Seitenwagen, Gespann oder Dreirad-Rennen genannt.
Knieender Beifahrer (Schmiermax)
Web: http://www.fim-live.com/fr/sport/sidecar/manifestations/

Endurance (Langstrecken-Rennen)

Langstrecken-Rennen mit seriennahen Motorrädern über Distanzen von 4 bis 6 Stunden mit Klassenwertung.
Wurden in den 80ern bis zu 10 Rennen für eine WM ausgetragen, sind es heute gerade mal noch vier:

die 24 Stunden von Le Mans für Motorräder
die 24 Stunden von Lüttich
das 8-Stunden-Rennen von Suzuka
Bol d’Or
Web: fim-live.com

Außerhalb der FIM-WM gibt es in Deutschland noch den Germa-Endurance-Cup (7 Rennen im Jahr)

Web: german-endurance-cup.de

Superstock 1000 (Stocksport)

Der Vorläufer des FIM Superstock 1000 Cups war die Superstock-1000-Klasse der Motorrad-Europameisterschaft (1999 bis 2004). Seit 2005 im Rahmenprogramm der europäischen Veranstaltungen der Superbike-Weltmeisterschaft. Die Meisterschaft dient für junge Piloten als Sprungbrett in die Supersport- und Superbike-WM. Die Meisterschaft ist für seriennahe Superbikes der 1000-cm³-Kategorie ausgeschrieben.

Red Bull Rookies Cup

Gefahren werden 125ccm (45PS) KTM-Maschinen. Gegründet wurde der Red Bull Rookies Cup 2007 als Sprungbrett für junge Nachwuchsfahrer.

e-power (TTXGP)

Gegründet wurde die Rennserie 2010 als Entwicklungs- und Präsentationsplattform für die Elektromoppeds.

Supermono

Europameisterschaft unter dem Dach der GSA (German Supermono Association)
Fahrzeugtyp: Prototypen-Rennmotorräder mit Einzylinder-Viertaktmotor ohne Einschränkungen in Design, Konstruktion und erlaubten Modifikationen.
Reglement: Einzylinder-Viertakt-Ottomotor bis 800 cm³, Gewicht mindestens 95 kg, Kettenschutz, Auffangbehälter für Motorflüssigkeiten. Fertig.
Web: supermono.de

Straßenrennen

Z.B.: Isle of Man Tourist Trophy (IOMTT)
Gefahren wird, wie der Name schon sagt, auf keinem Rundkurs, sondern auf normale Straßen.
Die Rennen finden außerhalb der FIM-WM statt.

Veteranenrennen (Oldtimerrennen)

Rennen mit historischen Motorrädern.
Werden meist als „sportlich entschärfte“ Rundstrecken und/oder Gleichmäßigkeitsfahrten ausgetragen. („Gleichmäßig heißt: immer Vollgas“)

Dragster

Beschleunigungsrennen auf der klassischen Distanz von einer viertel Meile (ca. 400 Meter) – heute aus Sicherheitsgründen jedoch oft nur auf einer achtel Meile.
Fahrzeugart: Drag Bikes mit großvolumigen, meist aufgeladenen Motoren mit sehr hoher Leistung und extremen Hinterreifen.
Es gibt scheinbar trillionen verschiedene Klassen vom Serienmotorrad bis zum 1.000PS-Monster: Pro-Stock, Top-Fuel, Funny Bike, Super Twin Bike, Super Twin Gas Bike, Top Gas Bike etc.
Rennverbände: UEM & DMSB

 

 

Offroad und Bahn


 

Motocross (MX)

Geländerundkurs im Freien (1-4km Streckenlänge)
Streckenuntergrund: Sand, Lehm oder Erde. Meistens innerhalb einer Strekce variierend.
In der Motocross-Weltmeisterschaft (FIM) ist ein Lauf nach ca. 35 Minuten beendet
WM-Klassen: MX1, MX2, MX3, Junior, Frauen, Veteranen, Seitenwagen,
Web: motocrossmx1.com

Supercross (SX)

Indoor-Rennen in Hallen in denen die Strecke mit Lehm oder Erde gebaut werden.
Da es in der Halle aus Platzgründen deutlich anspruchsvollere Strecken als im Freien mit sehr vielen Sprüngen sind, und nur wenige Fahrer gleichzeitig fahren können, dauert ein Lauf im Gegensatz zu MX nur ca. 15 Minuten.

Snowcross…

…gibt’s für Moppeds nicht. 😉
Die FIM-WM bezieht sich auf Sschnee-Mobile.

Freestyle (FMX)

Freestyle Motocross oder kurz FMX hat sich aus dem Motocross entwickelt. Ursprünglich wurden bei Motocross-Wettbewerben neben den eigentlichen Rennen zur Unterhaltung der Zuschauer Wettbewerbe abgehalten, in denen es darum ging,welcher der Fahrer mit seiner Maschine den besten bzw. schönsten Trick während des Sprunges schaffte. Bald begannen sich Fahrer nur auf diesen Wettbewerb zu konzentrieren, wodurch FMX allmählich zur eigenständigen Disziplin des Sports wurde (wikipedia).

Endurosport

Beim Enduro muss entweder innerhalb einer Vorgegeben Zeit ein Rundkurs von ca. 50 bis 80 km drei bis viermal durchfahren werden, evtl. auch mit verschiedenen Spezialprüfungen, oder es ist ein „Stunden-Rennen“ bei dem eine Rundstrecke (oft MX-Strecke) in 2, 6 oder 12 Stunden möglichst oft gefahren werden muss.

FIM Weltmeisterschaften: ISDE, Enduro, Super Enduro, Junior Enduro, Women’s Enduro, Youth Enduro +Continental Championships.

Extrem-Enduro (Hard-Enduro)

Weniger stark reglementiert als der klassische Endurosport.
Ein- oder Mehrtages-Rennen in extremen Gelände. Entweder in abgesteckten Kursen mit steilsten Bergauf Passagen und technisch anspruchsvollen Sonderprüfungen, oder auch im Ralleymodus mit individueller Navigation.

Trial

Geschicklichkeitsprüfungen in schwerem Gelände.
Die gefahren Zeiten spielen eine untergeordnete Rolle. Nur eine vorher festgelegte Maximalzeit darf nicht überschritten werden. Für Fußabsetzen oder das Berühren eines Begrenzungspfostens gibt es Strafpunkte.
Meist haben die Fahrer einen Helfer, der während des Rennes auf die Strecke und Anweisungen geben darf.
FIM WM: Trail des Nations, X-Trial des Nations, Trial, X-Trail, Women’s Trial, Womens Trial des Nations, Junior Trail, Youth Trial, Trial Open, Junior Trial,

Cross-Country (Mehrstundenenduro)

 

Hillclimbing

Bei Hillclimbing handelt es sich um eine aus Amerika stammende Motorradsportart, deren Ziel es ist, einen steilen Berg oder Hang zu bezwingen. Die benötigte Zeit spielt dabei nur eine Rolle wenn das Ziel von mehreren Fahrern erreicht wird. Wenn der Berg nicht bezwungen wird, gewinnt der Fahrer der am höchsten kommt. (wikipedia)

Ralleye Raid

Langstrecken- bzw. Marathon-Rallye im Gelände (Rallye Dakar / Baja 1000) mit teilweise bis zu 700km langen Tagesetappen.

Speedway (Dirt-Track, Sandbahn)

Speedway-Rennen werden entgegen dem Uhrzeigersinn auf einer 300 bis 400 Meter langen, ovalen Strecke auf Kalksandstein gefahren. Es gibt aber auch Langbahnen mit über 420m

Es Starten vier oder sechs Fahrer gleichzeitig und ein Rennen geht über 4 Runde und dauert so ca. eine Minute.

FIM: Speedway GP, Speedway Worldcup, Speedway Under 21, Team Speedway Under 21, Ice Gladiators, Team Ice Gladiators, Long Track, Team Long Track, Speedway Youth Gold Trophy 250ccm, Long Track Youth Gold Trophy, Sidecar World Championchip, Speedway Youth Gold Trophy 80ccm, Grass Track Youth Gold Trophy, FIM Flat Track

Grasbahn

Wie Langbahn-Speedway, nur auf Gras und ohne Weltmeisterschaft.

Eisspeedway

Entstanden als Wintertraining für die Speedway-Fahrer

 

 

Gemischt (Asphalt und Offorad)


 

Supermoto (SuMo / USA: Superbikers)

Die Maschinen finden ihren Ursprung im Enduro- oder im Motocross-Bereich. Für den Einsatz im Supermoto werden in der Regel Einzylinder-, seltener Zweizylinder-Motorräder mit 125 bis 700 cm³ Hubraum umgebaut. Der Hauptunterschied zu Enduros oder Motocrossern liegt in der Verwendung von Straßenreifen oder Slicks auf entsprechend kleineren (17 oder 16,5 Zoll) und breiteren (vorn bis 3,50, hinten bis 6,00 Zoll) Felgen Strecke: Kleine, enge Rennkurse (Kartbahn) mit anhängendem Off-Road-Abschnitt. Der Gländeabschnitt ist aber oft deutlich weniger Anspruchsvoll als bei MX. Klassen: S1 bis 450 cm³ und S2 ab 475 cm³

Bergrennen

Keine Rundkurse und meist nur Einzel-Zeitfahrten. Berg auf, natürlich. Das Ziel muss höher liegen als der Startpunkt, kleine Gefälle zwischendurch sind aber möglich. Meist sehr kurvige Strecken mit Spitzkehren.

 

 

Sonstiges


 

Motoball

Motoball ist eine Mannschaftssportart mit dem Ziel, einen 40 cm großen und 1200 g schweren Ball mit dem Fuß und auf einem Motorrad sitzend im gegnerischen Tor zu versenken. Es ist quasi „Fußball auf Motorrädern“. Ein Team besteht aus einem Torwart, acht Feldspielern, von denen vier gleichzeitig auf dem Platz sind, zwei Mechanikern und dem Mannschaftsleiter. Ein Motoballspiel dauert 4 mal 20 Minuten, jeweils durch eine 10-minütige Pause unterbrochen. (wikipedia)

Stunt

Motorrad-Stunts mit akrobatischen Einlagen auf modifizierten Sportbikes.

Gymkhana

Eine in den 1960ern entstandene Motorsportvariante, bei der der Fahrer einen Parcours möglichst schnell durchfahren muss.
Vor allem in Japan sehr beliebt. In Deutschland gibt es offenbar nur Wettkämpfe für Autos.

Skijöring

Skijöring oder Skikjøring (Norwegisch Kjøring: Fahrsport) ist eine Wintersportart bei der sich ein Skifahrer an einem Seil von einem Pferd, Schlittenhunden oder einem Motorfahrzeug ziehen lässt. (wikipedia)
Bei manchen Skijöring Bewerben sind auch Solomotorräder (ohne Skifahrer) zugelassen. bma-magazin.de