Mein Reisebericht zur Westalpen-Schottertour mit dem dicken Tiger:

Ein illustres Quartett an Enduros, dass sich für die Schottertour vom Genfer See ans Mittelmeer zusammenfand: Eine Honda CRF250, eine KTM 690R, die "neue" Yamaha Ténéré 660 und die Triumph Tiger Explorer 1200. - Viel unterschiedlicher hätten die Datenblätter kaum sein können. Und doch stach ein Modell besonders hervor: Die Tiger hätte von ihrem zulässigen Gesamtgewicht locker die Honda oder die KTM auf den Sozius schnallen dürfen, wog alleine mehr als die beiden zusammen und verdoppelte die Anzahl der Zylinder der gesamten Reisegruppe auf einen Schlag. Mit Gussfelgen und 140PS macht die Tiger keinen Hehl daraus, dass ihr eigentliches Metier in gut ausgebauten Asphaltstraßen zu suchen ist. - Trotzdem bin ich der Meinung wo Enduro drauf steht, muss auch Enduro drin sein. Zur Vorbereitung bekam das Dickschiff die groben Metzeler Karoo3 auf die Felgen, einen Hepco&Becker-Sturzbügel um den Dreizylinder und das extrahohe Windschild durfte zu Hause bleiben. So machte sie schon einen viel tauglicheren Eindruck für die bevorstehenden Offroadpisten.  

Der Plan

Als Ersatz für eine geplatzte Himalaya-Tour, galt es vom Genfer See bis ans Mittelmeer so viel Schotter wie möglich unter die Räder zu bekommen. Die Anreise erfolgte, bis auf einen Abstecher auf die Schwarzwaldhochstraße, weitestgehend über die Autobahn.   Auf langen Autobahnetappen fühlt die Triumph sich pudelwohl. Der Dreizylinder zuckelte gemütlich und fast gelangweilt hinter der zappelnden, bei Vollgas und Rückenwind 120km/h schnellen, CRF250 hinterher. Doch auch wenn ich es mir hinter meinem Windschild im Sattel sehr bequem machen konnte: Autobahn fahren macht mich immer irgendwann mürbe im Schädel. Das erste Nachtlager war ursprünglich am Genfer See geplant, aber falsche Navigation, Müdigkeit und schwindendes Tageslicht ließen uns die Zelte schon etwas früher, am Lac de Neuchâtel, aufschlagen. Auch schön. Lac-de-Neuchatel

Die erste Schotterstraße

Tags darauf begann die eigentliche Tour. Über meist schöne kurvige Sträßchen gespickt von wohldosiert kleinen Autobahnetappen führte uns der Mann mit der neongelben Tourguidejacke und dem orangenen Mopped nach Frankreich auf den Col des Aravis, von wo wir mit fantastischem Blick auf den Mount Blanc unseren ersten Schotterpfad Richtung Ugine unter die Räder nahmen. Das ging mit dem Tiger-Panzer nach abschalten des ABS und der Traktionskontrolle erstaunlich gut. Natürlich waren der Elefant und ich deutlich langsamer als die anderen Jungs auf ihrem kleinen Kinderspielzeug, aber das war zu erwarten und lag auch sicher nicht nur am Material. Aus Schotter wurde nach ein paar sehr spaßigen Kilometern eine ebenso lustige kleine asphaltierte Waldstraße mit grandios vielen Kurven. Genau mein Ding. Von einer Kurve in die andere Werfen, alles geben und trotzdem kaum über die 70km/h hinaus kommen. Herrlich. Danach schlugen wir unser Zeltlager zur strategischen Bekämpfung der durch Kurvenrausch drohenden Unterhopfung in der ehemaligen Olympiastadt Albertville auf.  

Offroadtour gemeistert – am Hotelparkplatz gescheitert

 
Am nächsten Morgen sagte uns Stephans Taschentelefon Gewitter und Regen voraus. Mein Wetterorakel behauptete hingegen alles würde gut. Ich entschied, dass mein digitaler Frosch recht haben sollte. Basta. Offroad-Highlite des Tages wurde die Fahrt zum Fort Redout Ruinee. Als wir den Einstieg zur Strecke suchten, hielt eine einheimische Autofahrerin neben uns und bot uns an uns zum Einstig der Piste zu geleiten. Nettes Völkchen, da unten. "Aussichtsreich, nicht randgesichert und teilweise ausgesetzt ist der Anstieg zum Redoute Ruinée" heißt es im Denzel. Mit der Triumph kam ich auf den ruppigen Pfaden dann auch das erste mal ins Schwitzen, während der Griesgram mit seiner 250er Honda flink wie ein junges Häschen um mich herum immer neue Trails eröffnete. Nach ein paar Fotos am Fort nahmen wir schnell wieder den Abstieg in Angriff, da die Regenwolken nun doch langsam bedrohlich nahe kamen. Und tatsächlich: kurz nachdem wir wieder Asphalt unter den Rädern hatten, begann es zu regnen und wollte so schnell auch nicht mehr aufhöhren. So waren wir später am Abend auch nicht allzu traurig, dass wir keinem Campingplatz begegneten der noch offen hatte und landeten, nicht schön aber praktisch, in einer Skitouristenkaserne namens Val d'Isere. Dort konnten wir mit Hilfe der Touristeniformation tatsächlich ein geöffnetes Hotel unter gefühlt tausendzweihundertdreiundfünfzig geschlossenen Massenherbergen auftun. - Fühlte sich alles ein bisschen wie der Beginn eines schlechten Horrorfilm an. Das Tagesziel zum Greifen nah, wollte dazu passend die Tiger auf einmal nicht mehr anspringen. Glücklicherweise viel dem Griesgram nach fachmännischer Begutachtung jedoch schnell der Fehler auf und hatte auch gleich einen ausgeklügelten Trick auf Lager: Er klappte mir den Ständer ein. Dann ging's wieder. Komisch. Kurz darauf fuhr ich mit der Triumph ungefähr 30cm auf den üppig geschotterten Hotelparkplatz - und steckte fest. Da fährt man den ganzen Tag über Stock und Stein und Matsch und Wiese und fährt sich - unspäktakulär und unwürdig - auf einem bekackten Hotelparkplatz im "Schwimmschotter" fest.  

Auf den Spuren Hannibals

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen war es wohl immer noch bewölkt, aber einigermaßen trocken. Kaum hatten wir Val d'Isere hinter uns gelassen, begann der Aufstieg zum Col de L´Iseran. Trotz knackigen Temperatuen knapp über dem Gefrierpunkt und leichtem Neuschnee eine sehr vergnügliche Fahrt, begleitet von einem beeindruckend dramatischen Wolkenschauspiel. Zu diesem Zeitpunkt konnte sich niemand annähernd vorstellen, dass wir am Nachmittag bei 26°C und Sonnenschein noch ins Schwitzen kommen sollten. Zunächst führte uns die weiter über Tagesetappe über Lanslebourg auf den Col du Mont-Cenis wo uns die nette Herbergsmutter nicht nur mit Kaffee bediente, sondern auch mit netten Geschichten über den Pass zu Zeiten Hannibals und König Karl der Große aufwartete. Col-du-Mont-CenisUnweit der Gaststätte bogen wir nach der kleinen Pause auf den Track hinauf zum Fort de la Turra. Der Aufstieg führte über eine schmale, teilweise etwas tückische Piste, auf der ich mit der Tiger zum ersten mal tatsächlich etwas in die Bredouille kam, denn ich blieb einfach Stecken. Rien ne va plus - nichts ging mehr. Erst die tatkräftige Unterstützung aller drei Mitfahrer brachte den Tiger wieder zum Rollen. Allerdings war es auch eine ziemlich fiese Stelle mit losem Grund, die wir, wie sich später herausstellte, laut Streckenbeschreibung auch gar nicht hätten fahren sollen. Nach der kleinen Herausforderung ging es dann wieder ganz gut voran und langsam gewöhnten sich auch meine Höhenangst und ich ein wenig an die "tollen Tiefblicke", die der schwindende Nebel nun freigab. Irgendwann sah ich der Ferne meine Mitfahrer in gebückter Haltung auf Stephan's Ténéré starren und sich dabei im Bart kratzen. Offenbar hatte sich ein vom Vorderrad hochgeschleuderter Stein den Weg zwischen Kette und Ritzel gesucht und so die Antriebsmechanik sabotiert. Glücklicherweise hatte es die Kette aber nur abgehebelt und nicht zerissen. So war das Problem trotz sehr notdürftiger Werkzeugaustattung relativ schnell behoben. Am Fort angekommen bot das Panorama einen beeindruckenden Blick auf den Lac du Mont Cenis. Lac-du-Mont-CenisDer Weg zurück zum Pass war Ratzfatz erledigt. Man wusste ja nun, wo die tückischen Stellen sind. Der aufkeimende Übermut wurde mir allerdings prompt mit einem übel durchschlagenden Fahrwerk quitiert. Ich hatte das Gefühl, dass der Berg beim "Aufprall" ein wenig kleiner wurde. Zur Belohnung des erfolgreichen Gipfelsturms stopften wir uns bei unserer lieb gewonnen Herbergsmutter nochmal einen kompletten Apfelkuchen in den Pansen, bevor wir "das Tor der Alpen" verließen um kurz darauf in Italien einzufallen. Über Susa ging es nun auf den Colle delle Finestre. Der Weg dorthin führte uns von einem kleinem asphaltierten Kurvenrauschband in eine problemlos zu fahrende Schotterstrecke um später wieder auf Asphalt zu wechseln.  

Sie haben die maximale Schräglage erreicht

Vom Colle delle Finestre ging es zum Abschluss des Tages noch auf die Asietta Kammstrasse. Auf der Kammstraße erreiche ich dann plötzlich und unerwartet die maximal mögliche Schräglage mit der Tiger. Der recht lange und ereignisreiche Fahrttag machte sich doch langsam in Kopf und Muskel bemerkbar. Da die anderen schon etwas vorrausgefahren waren, blieb mir genügend Zeit die Szenerie bildlich festzuhalten, denn an Aufheben brauchte ich alleine gar nicht denken. Erst mit der Unterstützung von Stephan und zwei schweizer Motorradfahrern stellten wir die Triumph wieder auf die Beine. Glücklicherweise ist bei diesem Missgeschick, außer ein paar Kratzer am Motorschutz, nichts passiert. Nachdem auch Marc und Clemens mittlerweile wieder zurück gekommen waren, beschlossen wir aufgrund knappendem Sprit und Tageslicht die Asietta abzubrechen und es für heute gut sein zu lassen. - Man braucht schließlich auch einen Grund um nochmal wieder zu kommen. Für die Abfahrt auf dem ruppigen Gelände nahm ich Marcs Angebot an und tauschte mit ihm das Motorrad. Tiger1200 gegen CRF250. Es fühlte sich an, als säße ich plötzlich auf einem Clownsrad. Ich musste lachen. Nach einigen gefahrenen Metern wurde aus Clownsrad gefühlt ein BMX2000 - perfekt für den vorherrschenden Untergrund. So einfach kann die Strecke also zu fahren sein. Interessant. tiger

Colle de Sommeiler

Tag 5. An das Aufwachen mit Muskelkater in nahezu allen Körperregionen hatte ich mich mittlerweile einigermaßen gewöhnt. Trotzdem dauerte es wieder eine Weile bis ich auf dem steinigen Aufstieg zum Colle de Sommeiler warm wurde. Nach der Mittagsrast auf knapp 3000 Höhenmetern (meinem persönlichen Mopped-Höhenrekord, bisher) waren Kopf und Muskeln dann endlich wieder locker und ich flog während der Abfahrt förmlich mit der Tiger über den Schotter. Im Nachhinein möchte ich behaupten, dass der Sommeiler die schönste Endurostracke der Tour gewesen ist. Absolut empfehlenswert. Über den Col de Isorad ging es dann wieder rüber nach Frankreich, wo wir uns im beschaulichen Guillestre niederließen. Diesmal sollte das Lager gleich für zwei Nächte taugen und wir landeten auf einem Campingplatz mit einem interessanten Geschäftsmodell: der Stellplatz kostete 5€ pro Nacht, das Wifi hingegen 25€ - pro Stunde! Wir nahmen diese Gebühr umso verwunderter zur Kenntnis, da in Frankreich nahezu jedes Lokal kostenloses Wifi anbietet.  

Col du Parpaillon

Ohne das lästige Gepäck ging es Tags darauf über die unbefestigten Straßen des Col du Parpaillon. Der berühmt-berüchtigte Parpaillon Tunnel auf dem Pass zeigte sich für uns von seiner gnädigen Seite: kein Eis und kein Geröll, dass uns die Durchfahrt unnötig erschwerte. Die Pfützen waren überschaubar und fast schon enttäuschend einfach zu durchfahren. Auch die Auf-und Abfahrt war für mich mit der Triumph ohne größere Anstrengung zu meistern.  

Varaita-Maira-Kammstrasse & Maira-Stura-Kammstraße

Das gemütliche spazieren fahren sollte sich am nächsten Tag wieder ändern. Zunächst führte uns die weitere Tour über den Colle del Agnello auf die Varaita-Maira-Kammstrasse. Der Denzel sagt über die Kammstrae: "Ein wahrer Leckerbissen, für geübte Endurofahrer. An den Abhängen des Monte Rastcias quert man breite Schuttreißen mit kindskopfgroßen Steinen, dessen exponierter Verlauf herrliche Ausblicke bietet". Übersetzt hieß das für mich so viel wie: "Wer mit mittelmäßigen Fahrkünsten und einer ausgewachsenen Höhenangst auf einer voll beladenen, schweren Reiseenduro da drüber muss, ist selber schuld." Doch auch wenn ich nicht nur aus körperlicher Ertüchtigung ins Schwitzen kam: ich würde es jederzeit wieder tun. Tolle Strecke.
Weiter ging es auf der Maira-Stura-Kammstraße. Mit der Maira-Stura kamen Stephan und ich langsam in bekanntes Gefilde. Die Kammstraße hatten wir zum Teil auch schon bei unserer LGKS-Tour 2012 unter die Räder genommen. Etwa bei der Hälfte des tollen Schotter- Felsweges war jedoch plötzlich die Luft raus. Und zwar aus dem Vorderrad der KTM. Erstmals durften die klobigen Koffer zum Aufbocken des Motorrades ihre (vermutlich einzigen) Vorteile unter Beweis stellen. Ein Ersatzschlauch und Flickzeug waren erfreulicherweise schnell zur Hand, doch damit endete die Unternehmung auch schon wieder. Es fand sich nämlich kein passendes Werkzeug zum Lösen der Radmuttern. Nach einigen erfolglosen Versuchen ein passendes Werkzeug aufzutreiben entdeckte Stephan ganz in der Nähe das Rifugio Gardetta. Dessen Besitzer, selbst ein Endurofahrer, konnte uns glücklicherweise zielsicher mit dem passenden Werkzeug aushelfen und schwupp, war der Schaden behoben. Theoretisch jedenfalls. Denn die Herren hatten in ihrer Eile den neuen Schlauch beim Einbauen beschädigt. Nach einer Ehrenrunde "flicken und montieren" waren wir dann aber alle wieder startklar. Für die verlorene Zeit wurden wir mit einem fantastischen Alpenglühen und einem grandiosen Blick über die Wolkendecke belohnt, bevor wir in Limone unser Nachtlager aufschlugen und zur Feier des Tages in Alkohol getunkte Zuckerwüfel zum Abendessen serviert bekamen.  

Ligurische Grenzkammstraße

Die Ligurische Grenzkammstraße am nächsten Tag war fast ein bisschen enttäuschend, so einfach war sie im Vegleich zu 2012 zu fahren. Keine groben "Treppenstufen" mehr an der berühmten Spitzkehre am Colle di Perla und auch sonst mittlerweile eher eine Schotterautobahn, denn eine Offroadstrecke. Höchstens die "herrlichen Tiefblicke" stellten noch eine Herausforderung für Stephan und mich dar. Um noch ein bisschen mehr Spannung in diese Tagesetappe zu bringen, beschloss ich mir einen Nagel in das Hinterrad der Triumph Tiger zu fahren. Das machte die ungeplante und, trotz schwindendem Luftdrucks, sehr lustige Geröllstrecke zum nächsten Dorf mit Werkstatt noch ein wenig aufregender. Die Werkstatt war von der Sorte, der man sofort vertraut: eine ehrliche Hinterhofschrauberbude. So bedarf es auch keiner großen Worte mit dem Besitzer. Ein Blick, das entsprechende Werkzeug geholt und nach fünf Minuten war der Schlauchlosreifen wieder fit.      mittelmeerWenig später erreichten wir das Meer und somit auch das Ende der Schottertour. Allerdings blieb es zwischen mir und dem Meer bei einem kurzen Blickkontakt auf die Ferne. Ich ziehe gemeinhin jeden Gartenteich in den Bergen diesem überschätztem Salzwassertümpel vor, aber die Strandpromenade während der Rush-Hour war nach nach den Tagen der relativen Abgeschiedenheit das beste Mittel die dunkelsten Gewaltfantasien in mir hervor zu rufen. So flüchtete ich mit Stephan zurück in die Berge, während Clemens und Marc noch ihr Zielfoto am Wasser schossen. Der Tunnel auf dem Tenda-Pass wurde zu dieser Zeit nachts für Wartungsarbeiten gesperrt und Stephan und ich mussten uns ganz schön sputen um noch auf der letzten Durchfahrtswelle mitschwimmen zu können. Vorbei an der langen Autoschlange gesellten wir uns zu dem Motorradpulk vor der roten Ampel, auf der gerade die letzten Sekunden des Countdowns herunter liefen. (Tolle Sache übrigens. Rote Ampeln mit Countdown machen irgendwie mehr Spaß) Doch auch lange nach dem die Null erloschen war, wollte sich das Farbsignal nicht ändern. Die Ampel blieb auf rot. Blöd. Der einheimische Ténéré-Fahrer, der das Feld anführte, drehte sich enttäuscht um und schaute mich fragend an. Ein ein bestärkendes Nicken meinerseits setzte erst ihn und dann den gesamten Motorradpulk in Bewegung. Nach kurzem Zögern folgten uns auch die ersten Autos. - Es wahr zur großen Freude aller beteiligten, als wir bald darauf in der einspurigen Baustelle doch noch dem Gegenverkehr begegneten. Aber letztendlich ging das alles irgendwie. Wenn auch unter lautstarkem Geschimpfe der Bauarbeiter und einiger Autofahrer. 

The End

Das war es dann auch schon wieder. Nun stand nur noch der Heimweg auf dem Plan. Hier gab es nochmal ein wenig Adrenalin als es gleich zwei von uns gleichzeitig aus einem rutschigen Kreisel gekegelt hat. Das Ging aber für Mensch und Material erfreulicherweise sehr glimpflich aus. Eine weitere Erfahrung war der Gotthard-Tunnel. Von 17°C auf 36,5°C in 8km und mehr Abgase als Sauerstoff in der Luft. In Verbindung mit Massive Attack auf dem N-Com und dem Stroboeffekt der Tunnelbeleuchtung könnte diese Kombination durchaus unter das BTMG fallen. Kann man mal machen, muss man aber nicht.  In Basel beschlossen wir endgültig die restliche Heimfahrt ohne weitere Übernachtung an einem Stück abzureißen und unsere Wege trennten sich. Marc musste in eine andere Richtung, Clemens ist schon vorher abgebogen, Stephan hatte es am weitesten und wollte knallgas fahren und ich wollte erstmal irgendwo ein paar Espresso schlürfen und wieder wach werden.
In Bruchsal, bei einer meiner Kaffeepausen, erreichte mich dann überraschend Stephans Anruf, ich möge doch einen Kanister mit Sprit aufschnallen, wenn ich zufällig noch an Darmstadt vorbei käme. Er stünde da nämlich gerade mit trockenem Tank an der Autobahn. Und man könnte bei der Gelegenheit vielleicht ja auch noch ein Bierchen trinken...  
 
Fotos: Ernie Troelf, Clemens Gleich, Stephan Fritsch
Links: Griesgram999, Mojomag, heise, 
Muchas Gracias: Triumph Deutschland, Garmin VIRB, Nolan, Louis, BikerSzene,