Mit der Honda im KTM Adventure-Land bei den Suzuki DR-Offroaddays.

Der werte Herr Crosser meinte neulich, ich solle mal zu den Summer-Offroaddays vom Rallye Team Hessler kommen. Nach ein wenig Recherche kam ich schnell zu dem Schluss, dass er wohl recht hat.

Wie immer fragte ich auf Twitter in die Runde, ob das jemand aus meiner Followerschaft vielleicht genauso sieht und mitkommt, worauf Herr Rossi und Dixi Prinzessin die Hände hoben und zustimmend nickten.

So wurden in einer Hansestadt und einem Odenwälder Kuhkaff diverse CRFs verladen und zwei T5 Bullis machten sich von Nord und Süd auf den Weg gen Suhl. Trotz nur vager zeitlicher Verabredung und Absprache bogen das Team Rossi und ich quasi zeitgleich in die Einfahrt zum KTM-Adventureland an.

 

Das Gelände machte schon auf den ersten Blick einen mehr als tauglichen Eindruck. Crossstrecke, Endurostrecke, und Singletrails durch den Wald würden den rund 150 Teilnehmern mehr als ausreichend Platz zum Spielen geben und die direkt an der Strecke gelegene Campingwiese schien mit 40.000m² auch durchaus zu gebrauchen.

 

Sobald die beiden Bullis sich von fahrenden Garagen in gemütliche Schlafzimmer verwandelt hatten drängte es uns auf die Strecke. Umziehen, Aufsitzen und ab dafür. Da sich nur wenige Moppeds auf der Strecke befanden, bedurfte es an der Einfahrt es etwas detektivischen Spürsinn die angesagte Fahrtrichtung auf der Strecke auszuloten.

Gleich bei den ersten Entdeckungsfahrten über die kleineren Trails hat das Team Rossi beschlossen, unverzüglich alle Stürze und Pannen für das Wochenende abzuarbeiten. Streber.
Zuerst kam Uschi mit leicht verbogenem Schalthebel aus dem Gebüsch gekrochen. Die CRF hatte im Dickicht gebockt und sie abgeworfen. Dank Bordwerkzeug war der Hebel an Ort und Stelle aber sehr schnell wieder gerichtet und es ging direkt weiter, das gegenüberliegende Waldstück zu erkunden. Dort meinte Kollege Rossi nochmal in aller Anschaulichkeit präsentieren zu müssen, wie man einen Schalthebel so richtig verbiegt. Ich muss zugeben, er hat hierbei durchaus Talent bewiesen. In diesem Fall schien das Boardwerkzeug nicht mehr wirklich viel ausrichten zu können.

 

Da aber ein Ersatzhebel in Griffweite lag und sonst an Mensch und Maschine nichts weiter Schaden genommen hatte, stand dem gemütlichen Feierabendbier nach einer kurzen Reparatur nichts mehr im Weg.

Meine Bulli / Capmpingbettkombination konnte sich in der Nacht erstmals beweisen und erwies sich als hervorragend komfortabel. So lauschte ich am nächsten Morgen für die Uhrzeit erstaunlich ausgeruht beim gemeinsamen Früstück Stefan Hesslers Einweisungen und freute mich ob des guten Wetters.

 

Die DR-Offoraddays funktionieren im Groben so, dass (mit Ausnahmen) nur Maschienen über 150kg Leergewicht teilnehmen dürfen und sich die Fahrer selbst in drei Klassen einordnen:
Klasse 1: Fahren und Enduro-Einsteigertraining
Klasse 2: nur Fahren
Klasse 3: Fahren und Spaß-Competition

2016_dr-offroaddays-06

Ich war in Klasse 3 unterwegs. Das hieß: jeweils Samstag und Sonntag ca. 1,5Std. kleine Übungen und Wettbewerbe auszufahren, was – wie die gesamte Veranstaltung – natürlich primär zur allgemeinen Gaudi diente.

Trotzdem gibt es natürlich eine offizielle Wertungs- und Ergebnisliste:

HESSLER RALLYE TEAM -WERTUNG SOMMER ORD 2016

Immer wieder schön, wie gut das Zusammenspiel von blutigen Anfängern und ausgewiesenen Wettbewerbsfahrern bei dieser Art von Veranstaltungen funktioniert. Kein drängeln, kein Meckern, große Hilfsbereitschaft untereinander und eine entspannte Stimmung.

Ich werde nächstes Jahr ganz sicher wieder mit am Start sein.


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