Nun ist es „endlich“ passiert. Es hat mich das erste Mal auf Asphalt hingefrazt. Wohl nur sehr langsam (deshalb auch einfach unkonzentriert, was wohl der Grund für meine ungeplante Bodenprobe war), aber für ein paar kleinere Schürfwunden und Macken an Mensch und Maschine hat es gereicht.

Während der Fahrer ohne weiteres Zutun so vor sich hin heilt, benötigt die CRF das ein oder andere Pflaster und einen neuen Lenker.

Der Originallenker kostet in Thailand nur 15,- Euro, blöderweise aber über 40,- Euro Versand. Also gab es für 40,- Euro einen Twenty-Lenker aus Deutschland. Ist dann ja auch schneller da. Was ich allerdings nicht wusste: Der Honda-Lenker hat für die Amaturen insgesamt drei Löcher. Das ist ein bisschen fummelig, die im Nachhinein passend zu Bohren. Das nächste Mal dann lieber Versandkosten zahlen und warten.

Nichts mit dem Sturz zu tun hat der Bedarf eines neuen Blinkers. Der hat sich einfach losgerüttelt. Hier bediente ich mich bei Aliexpress (2 Stück für 15,-, statt einer für 45.- in Deutschland). Und wie das drüben beim Ali halt so ist, sind mir noch ein neuer Kettensatz mit größerem Kettenrad (+2 Zähne) und so Plastik-Speichenverkleidungsdinger in den Warenkorb gefallen.

Das hintere Kettenrad, wie das manchmal so ist, hat mich überraschend einiges an Zeit gekostet: Honda hat bei der CRF 10er Schrauben mit Muttern verwendet, an die man von hinten nicht mit der Ratsch drankommt und von vorne aber gleichzeitig mit einem 6er Imbuss einem halben Millimeter tiefem Loch gegenhalten soll. Long story short: Die hälfte der 6 Schrauben hatte ich in Rekordtzeit rund.
Es blieben drei Möglichkeiten: die Flex, die Bohrmaschine und das Schweißgerät. – Ich entschied mich für das Schweißgerät. Ich habe noch nie geschweißt. Es erschien mir einfach am bequemsten und das war es dann auch: Kurz über die Schrauben auf dem Kettenrad rüber gebrutzelt (schweißen macht Laune!) und fertig. Mit beiden Händen am Werkzeug, an EINEM Werkzeug, war alles kein Problem mehr und die Schrauben fix gegen gescheites Sechskantmaterial getauscht.

Die Kette musste dann noch um zwei Glieder gekürzt werden, was dank dem tollen Kellermann-Werkzeug in Nullkommanix erledigt war. (Keine Werbung, einfach nur Freude, wie einfach das mit diesem Werkzeug im Vergleich mit dem Ebay Billig-Werkzeug geht)

Zu guter Letzt noch ein bisschen Service (Ölwechsel, etc..) und in einer meditativen Stunden die Speichenverkleidung aufgezogen.

Mopped wieder Einsatzbereit (bin gespannt wie sich die 42 Zähne hinten so bewähren) und der Arm des Fahrers fast wieder vollständig beweglich.
Die nächste Runde kann kommen. Dann aber lieber wieder Offroad. 😄