Category: Motorräder

BSA B31 Lucas Lichtmaschine polarisieren

Um auch mal Nachts mit dem vollen Scheinwerferlicht der 6V Stromanlage fahren zu können, musste ich mich überwinden und die Elektrik der BSA überprüfen. Das habe ich sehr lange vor mir hergeschoben, aber nu musste ich mal ran!

Der Stromlaufplan ist recht minimal und „einfach“ nachzuvollziehen, da der Vorbesitzer einen elektrischen Regler verbaut hatte, hoffte ich dort den Fehler finden zu können – aber trotz des Kabelgewirrs war alles in Ordnung.

Recherche ergab, dass die alten LiMa´s mal gerne ihren Magnetismus verlieren, oder einfach so die Polarität umdrehen – WAS für Sch#i$$?

Naja, lässt sich wohl leicht wieder aufbauen, so ein Magnetismus, man muss nur den Pol „A“ von der LiMa mit dem Hotwire für eine Sekunde verbinden und dann ist die LiMa wieder polarisiert, manch Einer erklärt es aber mit dem Pol „F“ der Lima, was nun? Muss der Motor dabei laufen, muss die Restelektrik getrennt werden?? ganz einfach ist es bestimmt, wenn man eine Ahnung davon hat, hab ich aber nicht!

Ich habe mich dann für die „sichere“ Methode entschieden, LiMa ausbauen und als Motor laufen lassen – dafür „A“ und „F“ zusammegeschlossen und „+“ von der Batterie an das Lima-Gehäuse gesteckt und Minus an die beiden Pole „A“ und „F“, dann schnurrt die LiMa und „polarisiert“ sich (wie auch immer) von alleine!

Schräglagentraining und Butzengrillen

Am Samstag luden die twittiods @broaaaa und @epic-fnord die Timelinegemeinde zum Butzengrillen nach Karlsruhe ein.
Bert und ich wollten schon lange mal die Bude vom Retrogames e.V. besuchen. Das schien eine gute Gelegenheit dafür zu sein. Und außerdem lag unser geplantes Schräglagentraining quasi auf dem Weg. Also schwangen wir uns in aller Herrgottsfrühe auf unsere Böcke und fuhren gen Süden um pünktlich um 9.00h zu unserem Training von schraeglagen.com anzutreten.

Das Training war kurz gesagt anstrengend, sehr lehrreich und saumäßig spaßig.
Ich würde es jederzeit wieder machen.

Hier die Zusammenfassung in rund 100 Sekunden:

Danach fuhren wir fix und fertig zur Karlsruher Twitterbutze um zu Grillen und von dort den famosen Spielhimmel Retrogames zu besuchen. Dort stehen die besten Spielautomaten der Geschichte für ein paar Taler Eintritt zum freien bespielen zur Verfügung. Ich kann jedem (Retro)Zocker dringend empfehlen diese Bude mal zu besuchen! Es lohnt sich.

Reisedampfer Enduro

Wieviel Enduro steckt eigentlich noch in einem 200kg+ Reisedampfer SUV auf zwei Rädern, wie der AfricaTwin oder der BMW 1200GS?
Um dies rauszufinden fuhren Markus und ich nach Mernes bei Bad Soden zum dortigen Motorsport Club auf die Crossstrecke.
Unter Anleitung von Thomas Donnecker, Teilnehmer der GS-Trophy 2010 in Südafrika, Chef der KTM-Niederlassung in Bad Soden der Suzukis verkauft und eine BMW fährt, wollten wir unsere schweren Eisenesel in die freie Wildbahn entlassen.
Fazit der Veranstaltung: Die Dickschiffe sind nicht mehr und nicht weniger Offroad-Tauglich, als die jeweiligen Fahrer (und Reifen) es zulassen.

Nachdem wir auf Geheiß von Thomas den Luftdruck auf 1,2 Bar abließen (was bei mir erschreckender weise genau 0,2 Bar bedeutete) ging es zum Aufwärmen erstmal auf die Kinderstrecke.
Die Anspannung und das ungewohnte Fahren im Stehen auf holprigen und teilweise matschigem Terrain sorgten dabei überraschender Weise schon nach zwei, drei Runden für Konditionsprobleme der unsportlichen Piloten. Aber der Fahrspaß und der schnelle Lerneffekt waren Motivation genug, immer wieder in eine neue Runde zu starten.
Danach ging es zum abgesteckten Trainingsparcours der GS-Challenge Aspiranten: ein eng abgesteckter Trail, bei dem es um Technik und Geschicklichkeit, nicht um Geschwindigkeit geht. Erster Gang und schleifende Kupplung waren das Gebot der Stunde.
Ganz Fehlerfrei haben wir den Kurs natürlich nicht geschafft, was nicht zuletzt auch unserer mangelnden Kondition geschuldet sein dürfte, aber immerhin hat keiner von uns sein Mopped auf die Seite gelegt und ich finde wir haben uns für das erste Mal ganz gut geschlagen. – Und die Moppeds sowieso.
MRSC-Mernes, wir sehen uns sicher bald wieder! 🙂

SR500 2J4 Chopper Projekt Buldern 2013 #3

Ich befinde mich momentan in meinem „Fastenmonat“, eine selbstauferlegte Geiselung um meine Konsumgewohnheiten zu überdenken.

Naja, weiterhin ist Reduzierung des Bestandes angesagt – „Diät“ – und ein weiterer Kanditat für dieses Vorhaben soll/ist der Yamaha SR500 Chopper.

Aus diesem Grund ging es nun auch endlich mal wieder einen Schritt voran, das große Vorhaben den Rahmen in „MegaGlitterChremeWeiss“ zu lackieren musste der verkaufsfreundlicheren Farbe „banales schwarz“ weichen.

Auf das Vorderrad wurde bereits im Januar ein Reifen gezogen, allerdings haben wir den Reifen falsch rum montiert – es war kalt und das Hirn war gefroren! Also nochmal die Montiereisen gezückt und diese undankbare Tätigkeit, mitten in der Nacht leicht überhopft vollzogen! Bei der Gelegenheit (ich war wach und motiviert) wurde auch noch die gammelige Felge mit Hammerit beglückt.

Unterdessen ging mir die Arbeit aus und ich habe ein weiteres Longboard zusammengebaut, ein „Brett“ mit gaaaaanz wenig flex – die ganze Nacht stand ich übrigens auf einem Brett, das wiederum auf einem Holzscheit lag und ständig ausbalanciert werden wollte – war gar nicht so einfach – einmal hat es mich auch ordentlich hingefratzt 😉

Für die weitere Planung wurde das Fahrwerk zusammengebaut – Bodenfreiheit passt, Hinterrad passt in die Schwinge –  jetzt befasse ich mich mit den Anbauteilen.

Teile montiert:

  • Fahrwerk Testaufbau

Teile in Arbeit:

  • Fender hinten

Teile einbaufertig:

  • Fussrastenträger
  • Riser

BSA B31 – flashback – 20 Jahre später

Nach meinen ersten beiden Motorrädern (SR500) musste unbedingt mein damaliges Traummotorrad angeschaft werden, eine BSA mit einem Zylinder, OHV Steuerung, pre Unit und  am besten eine mit Plungerrahmen – dieses Motorrad (eine B31 BJ ´52) wurde auch gefunden und für einen Anfänger-, Lehrgeldpreis gekauft. Die ganzen Blechteile hatte ich dort gelassen, brauch ich eh nicht – „abspecken“, „weg mit dem unnötigen Scheiss“, „Gewicht reduzieren“!

Geholt wurde das Motorrad im Januar 1992, zusammen mit Supereisi und Flexi auf den Weg zu Niederländischen Grenze, laut Flexis Erinnerung haben wir wohl auch noch den L300 Bus von Supereisis Eltern schieben müssen, weil der Sprit ausging – war wohl auf dem Rückweg, kann mich nur noch daran erinnern, dass ich die ganze Rückfahrt über auf der BSA gesessen habe, weil wir als unerfahrerne, naive und selbstüberschätzende Motorrad-Punk-Rocker natürlich keine Spanngurte oder sowas dabei hatten!

Und nu, warum der Gedanke an die Vergangenheit!?

Die B31 (später kam noch eine M33 dazu) wurde 2002 aus Platz-, Zeit- und Geldgründen wieder verkauft und hinterlies eine tiefe Wunde, ein nicht fertig gewordener Traum quälte mich seitdem – übrigens dachte ich damals: „ach weg damit, wenn ich mal über vierzig bin kauf mich einfach wieder eine!“

Und nun war es soweit, genau zwanzig Jahre später, Januar 2012, nach einer schlaflosen Nacht erneut eine Fahrt mit Supereisi (war äusserst spontan, sorry 2 Flexi) und ich habe wieder eine B31 – diesmal sogar mit komplett mit allen Blechteilen, fahrbereit und zugelassen – der kleine Defekt im Lucas Lichtmaschinensystem mindert die Freude nicht!

Memo Tachostand bei Übernahme 35.248 mi