Author: andi

35 Jahre SR500… #PlanB

Lange hat man sich auf die 35 Jahre SR500 Jubiläumsparty in Buldern gefreut.

Seit dem letzten Treffen wechselte eine SR den Besitzer, wurden einige SRs gekauft und umgebaut. Einige SRs verließen die Handwaschpasten-Ranch. Ein Führerschein wurde auch gemacht.

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Entsprechend sind wir freitags (mehr oder weniger) fest entschlossen gen Norden aufgebrochen.
Nach ca. 100 km windiger, nasser Autobahn und der Aussicht auf ca 300 weitere solche Kilometer beschlossen wir in einem Moment kollektiver Vernunft, den Rückweg anzutreten, um das Jubiläum in kleinem Kreis mit Touren durch den Odenwald zu feiern. #PlanB war geboren. Und er war (wieder einmal) gut.

Stufenführerschein: Aufstieg von A1 auf A2

Letzte Woche war es so weit: Ich habe meinen neuen Führerschein erhalten!

Hier nochmal eine Zusammenfassung.

Anmeldung Ende Februar bei Fahrschule und Führerscheinstelle.

Die Papiere waren bereits nach 2 Wochen fertig (vorhergesagt waren 4-6 Wochen). Ich habe davon aber erst nach 7 Wochen auf Nachfrage hin erfahren…

Innerhalb nur einer Woche habe ich 7 Fahrstunden (45 min) absolviert und wurde dann zur Prüfung angemeldet.
Erste Doppelstunde: Kurze Einführung über das Motorrad (Kawasaki ER5), Anfahren üben, einen Teil der Grundfahrübungen üben.
Zweite Doppelstunde: Wiederholung Grundfahrübungen, restliche Grundfahrübungen.
Letzter Termin: Dreifachstunde zur Wiederholung aller Grundfahrübungen, anschließend schöne Überlandfahrt. Erst Fahrlehrer mit Motorrad voran, später ich voran.

12 Tage nach der ersten Fahrstunde war ich dann die Premiere des Prüfers. Er hatte vorher noch keinen Umsteiger von A1 auf A2. Die Prüfung ist verkürzt. Ein paar Grundfahrübungen und eine recht kurze Runde durch die Stadt. Fertig.

Für alle, die sich für einen Umstieg interessieren hier noch eine Kostenaufstellung:

6,43 Sehtest
0,00 Erste Hilfe Kurs hatte ich noch
42,60 Anmeldung bei der Führerscheinstelle
75,00 Grundgebühr Fahrschule (reduziert)
294,00 7 Fahrstunden zu je 42,00 Euro
117,19 Prüfungsgebühr Fahrschule
112,81 Prüfungsgebühr TÜV
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Summe: knapp 650 Euro

Für den „großen“ Schein hätte ich extra zahlen müssen:
110,00 mehr Grundgebühr
42,17 Theorieprüfung
312,00 6 Stunden Sonderfahrten zu je 52,00 Euro (bis 18.01.2013. Heute wären es 12)

Angenommen ich würde in 2 Jahren wieder aufsteigen wollen, kämen wohl nochmal ähnliche Kosten wie diesmal auf mich zu.
Verglichen mit dem, was ich letztes Jahr für den Direkteinstieg bezahlt hätte ergibt sich bei der sehr knappen Kalkulation oben kein finanzieller Vorteil.
Der Vorteil, den ich für mich gesehen hatte war vor allem der dass ich nicht 16 Stunden mit Teenies im Unterricht sitzen musste.

Ich würde es wieder so machen!
Vor allem dafür….

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SR500 2J4 und Führerschein A2 – ein Zwischenstand

Es hat sich einiges getan seit meinem letzten Beitrag.

Im Februar habe ich meine Unterlagen zur Führerscheinerweiterung von Klasse A1 auf A2 bei der Führerscheinstelle abgegeben. Vorausgesagte Wartezeit bis zur Zulassung zur Prüfung: 4-6 Wochen. Nach 7 Wochen wurde ich nervös und hakte nach, weil ich nichts mehr hörte: Der Antrag wurde innnerhalb von nur 2 Wochen bearbeitet und lag danach 5 Wochen bei meiner Fahrschule. Die konnte sich nicht bei mir melden, weil sie keine Telefonnummer hatte.

Egal. Die SR war ohnehin noch nicht fertig.
Boris‘ gebrauchte Schwinge bekam einen frischen Anstrich mit meiner neuen Lieblingsfarbe Brantho Korrux und wanderte dann mit neuem Lagersatz in den Rahmen.
Danach konnte auch der Motor wieder dahin, wo er hin gehört.

Motor endlich wieder im Rahmen

Motor endlich wieder im Rahmen

In der Zwischenzeit hatte ich im Vergaser nach dem Rechten gesehen. Alles sauber. Nur der Schwimmerstand entsprach nicht dem Wert im Bucheli und wurde entsprechend nachgebogen (was mich später noch ärgern sollte).

Auch an der Optik wurde etwas gefeilt. Mit dem Weinrot habe ich mich in der Zwischenzeit angefreundet. Bin ja auch faul… Allerdings ist der Tank uni zu langweilig, also habe ich einen „Kenny Roberts“-Streifen aus der Dose aufgebracht.

Trotz flacherem Lenker wurden von den Vorbesitzern die langen 2J4 Züge verwendet. Da die zudem auch noch alt, schwergängig und brüchig waren, habe ich sie gegen neue 48T Züge getauscht. Eine neue Stahlflexbremsleitung wurde ebenfalls verbaut.

Die Kupplung konnte ich dennoch nicht richtig einstellen. Vom Vorbesitzer wurde eine 10er Nuss (1/4-Zoll) zwischen Außenhülle des Zugs und  Gegenhalter am Motor installiert und die hätte ich wieder gebraucht. Unbefriedigend!
Also Kupplungsdeckel runter und Scheiben nachmessen. 2,8mm, also in Ordnung. Sonst war auch nix zu sehen. Der Entscheidende Tip kam von den Profis von Kedo: Druckstange und Ausrückhebel tauschen. Die noch lagernden Teile bekam ich am gleichen Tag vom freundlichen Yamaha Händler Noller in alter vergilbter Verpackung.
Bevor ich die Teile verbauen konnte, musste ich aber noch das vermurkste Gewinde der Exzenterschraube zum Einstellen der Kupplung mittels Baer Recoil Gewindeeinsatz reparieren. Reparatursets in 12×1,25 kann man günstig und problemlos bei Korrosionsschutz Depot leihen.
Der Tausch des Ausrückhebels brachte keine Abhilfe, obwohl hier Spuren der Druckstange zu sehen waren. Tausch der Druckstange (Kostenpunkt ca 23 Euro) führte zum erhofften Ergebnis. Etwa 1mm Stauchung gegenüber Altteil konnte ich messen.

Die ersten Startversuche blieben erfolglos. Kein Sprit in der Schwimmerkammer. Also Schwimmerstand wieder (annähernd) auf alten Wert eingestellt (etwas frickelig im verbauten Zustand) und nach einigen Kicks lief sie dann wieder.
Nach dem Testlauf habe ich die Bremse vorne und die Verbindung Krümmer Auspuff nochmal abgedichtet und so wartet die Maschine jetzt auf ihre Einstellfahrten.

Mittlerweile habe ich meine erste (freiwillige) Fahrstunde absolviert und bin zuversichtlich, bald auf die Straße zu dürfen.

Pfuschliste (zum Ausbessern bei künftigen Arbeiten):
– Bremsnocke hinten: Verzahnung mit Dremel nachgeschnitten
– bei Gewindereparatur Kupplungsexzenter: erste 2 Gewindegänge verschnitten
– Schalthebelverzahnung: nur noch hinten gut. Hebel aufgesägt um fester verspannen zu können.

 

Neuer Führerschein – Neues Moped

Die neue EU-Führerscheinrichtlinie ist zwar erst seit dem 19.01.2013 in Deutschland gültig, führte aber schon letztes Jahr zu allgemeiner Verwirrung.

Wer nicht den zahlreichen Fehlinformationen in Foren, Blogs und Fahrschulen glauben will, liest am besten selbst, was sich ändert:

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Nachtrag:

Laut hiesiger Führerscheinstelle ist die Richtlinie unten, die auch auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung verlinkt ist, veraltet!

Was wohl noch stimmt ist, dass es den Zugang über lediglich eine Fahrprüfung gibt. Den zweiten beschriebenen Weg (7 stündige Schulung) gäbe es nicht. Die bislang am kompetentesten wirkende Fahrschule bietet sie auch nicht an.

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Richtlinie 2006/126/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006

Ich gehe jedenfalls davon aus, dass mir als langjährigem Inhaber des 125er Scheins A1 der Zugang zum legalen Fahren eines Motorrades mit bis zu 35kW Leistung erleichtert wird. In drei von drei Fahrschulen konnte mir das im Dezember letzten Jahres allerdings niemand sagen. Zwei von drei wussten nicht einmal etwas von den neuen Regeln.

Wie auch immer: Neuer Führerschein, neues Moped!

Alle guten Vorsätze, nicht das erstbeste Motorrad zu kaufen wurden bereits im September über den Haufen geworfen und eine 2J4, BJ 1980 mit unbekanntem Kilometerstand gekauft, trotz Farbe, die nicht gefällt und unfassbar hässlicher Sitzbank.

Hässliche Sitzbank!

Bis Buldern 2013 ist gar nicht mehr so viel Zeit, daher stand die „Neue“ zwischenzeitlich so zwischen den „Alten“:

Ja wo ist sie denn?

Beziehungsweise mittlerweile so:

Mach Dich nackisch, Kleine!

Arbeitsumfang bislang:

– Gabelsimmerringe getauscht

– je Gabelholm 200ml 3:1 Mix aus 10er und 15-20er Gabelöl

– Lenkkopflager (Kegelrollen) gesäubert und gefettet

– Neue Reifen

– Bremssattel überholt

– porösen Ansaugstutzen und Luftfilter getauscht

– Schwinge… Schwingenachse ist fest. Rausziehen am eigenen Gewinde mittels Schlagschrauber – Schwingenachse abgerissen. Hammerschläge – nix. Vorschlaghammerschläge – nix Dank Berts unfassbaren Teilefundus (Danke nochmal) konnte die Schwinge ruhigen Gewissens rausgeflext werden. Nach Motorausbau versteht sich…

– Neue Kette und ettliche Kleinteile liegen parat. Bilder folgen

Mit dem Führerschein habe ich übrigens noch nicht angefangen. Sollen sich die Fahrschulen erstmal informieren…

 

Neu: RD 50 M

Nachdem ich auf der Veterama nichts adäquates gefunden habe, habe ich noch am nächsten Abend ein Mopedchen gekauft und nach Hause gefahren.

Und zwar eine Yamaha RD 50 M (Typ 2E0), BJ 1978, EZ 1983 mit ca. 24160 km.

Im Vergleich zur DT 50 ist sie unglaublich träge. Bei einem Berg musste ich sogar mit den Füßen nachhelfen wie bei einem Laufrad! Aber das kann ja noch werden…

Erste Arbeiten wurden dann heute auch schon durchgeführt. Einiges ist aber auch noch zu tun.

Edit:

Gerade gesehen: Es ist ein 13M Motor vom Nachfolgemodell mit 4 anstatt 5 Gängen verbaut.

Edit 2:

Auspuff und Zylinder demontiert. Zylinder muss getauscht werden. Kopf hat Spuren von Feindkontakt. Pleuel hat in Augenhöhe etwa 1 mm seitliches Spiel, aber kein Höhenspiel. Was sich da seinen Weg durch den Brennraum gesucht hat kann ich leider nicht feststellen. Kolbenringe und Sicherungsclips waren noch intakt. die Teile stammen jedoch aus einer dritten Baureihe. Evt wurden sie auch schon so verbaut.

Edit 3:

Wollte nur mal schauen, welche Bremsklötze ich brauche…

XL 125: Zündfunke wieder da, Ölwechsel…

Letztes Wochenende hat sich der Zündfunke der XL aus dem Herbst-, Frühlings- und Winterschlaf  zurückgemeldet. Ursache war wohl der Unterbrecherkontakt. Nachdem der Funke also wieder da war habe ich direkt noch einen 26er Keihin Vergaser von eBay verbaut, der wundersamerweise auf Anhieb lief.

Heute wurde dann ein Bleigelakku von Pollin geliefert und verbaut und nach einer kurzen, zufriedenstellenden Runde zum Aufwärmen ein Ölwechsel durchgeführt.  Im Zuge dessen habe ich auch gleich noch den Zentrifugalölfilter gereinigt.

km-Stand: 9300.

Eine Frage an die Elektrik-Profis: Ladespannung ohne angeklemmte Batterie bei hoher Drehzahl und ohne angeschaltete Verbraucher: 20V. Mit angeklemmter Batterie immer noch über 8V! Ist das nicht etwas zu viel für ein 6V System? Einen Spannungsregler, der defekt sein könnte, finde ich nirgends. Mein Schaltplan hat leider ein riesiges Loch, da er mit Fahrerhandbuch direkt neben einer (nicht Bleigel!)Batterie aufbewahrt wurde und Säure drübergelaufen ist… Die Schaltpläne von CB125, SL125 und XL125S, die ich noch habe passen leider nicht.