Author: ernie-troelf

SR – Zündschloss verlegen

vorher-nachher

Das hässliche Zündschloss musste da oben weg. Den Tacho würde ich auch noch gerne verschwinden lassen, ich weiß aber noch nicht wohin. Beim Zündschloss war schnell klar, wo es hin soll:

zundschloss-neu

Als nächstes kommt der Motor raus, zwecks neuer Zylinderfußdichtung.

sr-nakkisch

XTZ zickt noch

Momentan grübele ich bei der XTZ über dem Problem, dass die Tènérè nach einem Tag Standzeit nicht mehr anspringen will. Nur mit ein wenig Starthilfespray kann ich sie zum Leben erwecken. Wenn sie dann mal läuft, läuft sie prima und wenn sie erst mal warm ist, genügt ein kurzer Druck auf den Startknopf um sie zum Blubbern zu bringen. So konnte ich gestern endlich mal eine richtige Probefahrt unternehmen. Nachdem ich dem Hinterreifen dann noch an der Tanke satte 1.5 bar mehr Luft spendiert hatte, fuhr sie sich auf einmal auch wie ein ordentliches Motorrad. 🙂
Hat im Gegensatz zur ersten Ausfahrt viel Spass gemacht das Teil. Auch wenn die Heizgriffe nicht meinen Erwartungen entsprachen 😉

Tanz den Tankschütteltango

Ich stehe ganz am Anfang mit der Planung zu einer XXL-Tour.
Womit fängt dafür an? Ziel suchen? Strecke planen? Datum finden? Quatsch.  Als erstes muss ein passendes Bike ins Haus. 😉

Wie bei allen meinen bisherigen Zweiräder musste ich nicht bei mobile oder ebay zugeschlagen, sondern es ist mir auch dieses mal wieder mehr oder weniger „zugelaufen“.

Die XTZ 660 Tènèrè sieht ganz gut aus mit der grauen Lackierung, die gelaufen Kilometer liegen im Bereich meiner Vorstellung und der Preis deckt sich auf Heller und Cent genau mit meinem Budget. Da musste ich nicht lange überlegen. Auch wenn der Einstieg in meine neue Beziehung nicht ideal verlaufen ist, da ich das Bike erstmal nach Hause schieben musste. Übrigens das erste mal, dass ich ein Motorrad schiebend fortbewegte. Hoffentlich auch das letzte mal.

Egal. Bei dem Preis war klar, dass ich noch etwas Arbeit und Geld investieren muss.

In der Handwaschpastenranch angekommen, brachte ich mit Berts Hilfe und einer ordentlichen Portion Starterspray die Gute zum Laufen. Es schien allerdings, als ob sie zu wenig bzw. kein Sprit bekommt.
Da der Benzinhahn leckte und ich einen neuen Dichtsatz dafür von Jens gleich mitbekommen habe, fing ich damit an.
Dann die große Überraschung beim Ablassen des Sprits. Drei Jahre Standzeit haben dem Tankinneren ganz schön zugesetzt. Also habe ich den ganzen Abend lang den Tankschütteltango getantzt. Sprit rein, Schütteln, Sprit und Schlacke raus, Sprit filtern und von vorne. Das ganze ca. 25mal. Dann wurde es besser.
Noch schnell den Benzihahn mit neuen Dichtungen versorgt und gut.

Allerdings befürchtete ich, dass in dem Vergaser aufgrund des nicht vorhandenen Bezinfilters der selbe Schmotter sitzt. Also muss der Vergaser auch noch raus. Das ist bei der Verbauten Tènèrè nicht so einfach, wie man es bei einer Reiseenduro eigentlich erwartet.
Drei Stunden brauchte ich um den Vergaser auszubauen, zu reinigen und wieder einzubauen. Und da ist das Montieren der Verkleidungsteile nicht mal mit eingerechnet. Bei der SR mache ich das mit allem drum und dran in knap einer Stunde.
Doch der Aufwand lohnte sich, denn ich konnte dabei gleich noch weitere Fehlerquellen lokalisieren: Außer dem erwarteten Schmotter im Vergaser war die Gemischeinstellschraube so angezogen, als würde sie ganz alleine das ganze Motorrad zusammen halten. Die Dichtung der Schwimmerkammer stellte sich dann auch noch als viel zu groß heraus.
Da ich die Dichtung so nicht wieder einbauen wollte, aber auch keine Lust hatte erst die Teile zu besorgen, habe ich ein knapp 1cm langes Stück aus der Gummidichtung herausgeschnitten, so dass sie passte, und mit Curill eingeklebt. Hält erstmal.

Nach den Arbeiten den Tank wieder aufesetzt, die lerrgenudelte Batterie überbrückt und siehe da: Die XTZ schnurrt wie ein Kätzchen. Hurra!

Nachdem ich der Tènèrè wieder ihr Plastikkleidchen angezogen hatte ging es bei Wind, Wetter und Dunkelheit auf zur ersten Probefahrt. Ich bin bisher ausschließlich SR gefahren, so ist die hohe Sitzposition, die Scheibenbremsen und das fette Cockpit erstmal sehr gewöhnungsbedürftig für mich. An der ersten Kreuzung hat’s mich dann auch fast zerissen. Der Polizist schaute etwas ungläubig, als ich mit blockiertem Hinterrad neben seinem Dienstwagen an der roten Ampel zum stehen komme. Ich habe Ihn freundlich gegrüßt und bin (aus versehen) mit durchdrehendem Hiterrad bei Grün wieder losgefahren. Das war mir dann erstmal genug Aufregung auf 5km Strecke. Ich warte besser erstmal auf trockene Strassen und Tageslicht, bevor ich mich mit der für mich ungewohnt großen Maschine und den schlechten Reifen auf eine längere Strecke begebe.

Daten:
Yamaha XTZ 660 Tènèrè
Bj. 93
Kilometerstand: 36200
Umbauten und Zubehör: Federbein hinten, Auspuff, Lackierung, Kofferhaltersystem, Topcase, Griffheizung
tüv neu

Auf meinem Einkaufszettel:
Bremsen vorne und hinten, Reifen vorne, Vergaserdichtung, Gemischeinstellschraube, Ansaugstutzen, evtl. Kettensatz.

Bonanzaboys Wintermeisterschaften 09

Alle Jahre wieder, fahren die Bonanzaboys (jaja: und girls – ist ja gut) zum großen Weihnachtsfressen und verbinden die Fahrt mit einer kleinen Vereinsmeisterschaft.

Diesmal ging es aber nicht nach Michelstadt zum Ente essen, sondern nach Umstadt zum Griechen. Das war, wie sich herausstellen sollte, eher eine Fehlentscheidung. Noch dazu eine teure. Aber dafür war die Fahrt nach Umstadt war nicht so anstrengend wie quer durch den Odenwald zum Pfitzer.

Unterwegs hielten wir noch die übliche, kleine Vereinsmeisterschaft mit drei wenig anstrengenten Disziplinen ab.

Hier das Gesamtergebniss von um die Dose rockern, weitrollen und langsam fahren:

  1. Ernie – 26 Punkte
  2. Tanni – 24 Punkte
  3. Andi – 26 23 Punkte (Punktabzug, wegen dem Abschließen von Fahrrädern, ohne im Besitz des Schlüssels zu sein)
  4. Wolle – 22 Punkte
  5. Eisi – 20 Punkte
  6. Bert & Doc Bonanza – 18 Punkte
  7. Henky – 17 Punkte
  8. Jens – 12 Punkte

Nun bin ich auch endlich mal Meister. Yeah.

Fahrtechnisch ging alles glatt. Keine Defekte, keine Stürze.

Eine kurze Orientierungslosigkeit meinerseits führte nur zu einem klitzekleinen Umweg in der Dunkelheit. Ich muss wohl erst noch lernen die tollen Programme in meinem Handy auch (rechtzeitig) zu nutzen.
Da Berts GPS abgekackt ist, kann ich die gefahrene Strecke nur schätzen, aber es dürften so um die 30km gewesen sein. Zumindest war den ganzen darauffolgenden Tag mein Bananensattel im Arsch. In meinem Arsch. In Form von Schmerzen.