Neulich haben Bert und ich den lang ersehnten Wheely Kurs in Stuttgart dazu genutzt, mit unseren Fuffis eine ordentliche Testfahrt für die Alpen50 zu starten. Bert auf der Dax, ich auf der Vespa. Auf insgesamt ca. 380km wollten wir eine ordentliche Material und Sitzfleischprüfung durchführen. -
- Die Route bestand für die 50er natürlich überwiegend aus kleinen Landstraßen - außer dem Stuttgarter Stadtverkehr, und den wenigen kurzen Verbindungsstücken über Bundesstraßen, die sich nicht vermeiden ließen. -
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So eine Entschleunigungstour wirkt so wunderbar entspannend und doch flogen die rund 180km schneller ans uns vorbei, als wir geplant hatten. Für die Alpentour sind also 200km Tagesetappen locker zu schaffen. Eher deutlich mehr, sofern die kleinen Knatterkisten zuverlässig laufen...
So sind unser Gastgeber und HWP-Kollege Andi, König Bert und ich Abends dann auch noch mal mit unseren Fuffies durch und um Stuttgart gebraust. -

Trio mit 6 Rädern

- Später kamen dann noch Alexander, Marc und Stephan auf ihren Motorrädern angeritten und das erste mal seit Twitaly war die Truppe wieder komplett. -
Samstags sind wir früh morgens zu sechst auf 6 Rädern zum Wheelykurs aufgebrochen.
Wir waren die ersten und konnten noch eine Weile lang ganz entspannt Lothar beim warmfahren bestaunen.
Den Wheelykurs selbst fand ich super. Ich habe viel gelernt, hatte viel Spaß und wurde gut unterhalten. Ich könnte mir sogar vorstellen zu gegebener Zeit nochmal teil zu nehmen, um meine Technik zu verfeinern.
Da Stephan seine Kamera im Gepäck hatte, gibt es zum Thema Wheelen später mehr. Und zwar mit Ton und in Farbe. - Bis dahin sei Euch der druckfrische, ausführliche Blogbeitrag von Marc empfohlen.
Nach einem schönem Abend im Eimer und bei Andi und Tanneliese (Danke!!!!) begann der Rückweg am späten Sonntag morgen genau so perfekt wie die Anreise. Mit super Wetter und einer Strecke die, je weiter wir das Einzugsgebiet Stuttgarts hinter uns ließen, immer mehr Spaß machte. -
Bis meine Vespa völlig unverhofft eine Vollbremsung hinlegte und erstmal keinen Mucks mehr von sich gab. Ich befürchtete das Schlimmste, aber nach ein paar wenigen Kicks lief sie wieder. Also haben wir einfach mal gutgläubig ein paar lose Kabel mit Gaffa gefixt und sind weitergezogen.
Als ich den Zwischenfall schon längst wieder vergessen hatte, und wir uns mit Vollgas über ein Stück Bundesstraße auf die letzte und schönste Etappe durch den Odenwald aufmachten, geschah es wieder. Diesmal war mir schnell klar, dass ich nicht nochmal so glimpflich davon kommen werde. Zu brutal war das Geräusch aus dem Maschinenraum und zu heftig die Blockade des Hinterrades.
Meiner Vermutung entsprechend, stellten sich nach einem kurzen Check alle reparablen Teile als intakt heraus und so konnte das Übel nur noch im Zylinder liegen. -
Bert schleppte mich noch zu einer Pizzeria und nach einer kleinen, apettitlosen Mahlzeit machte er sich auf den nach Hauseweg. Ich beneidete ihn um die schöne Strecke die vor ihm lag, hätte sie ihm aber durchaus gegönnt. Da ich für die Tour allerdings die Planung und Navigation übernommen hatte, hat er sich ohne seinen Führer so verfahren, dass er die schöne Strecke im wahrsten Sinne links liegen lies und über die nicht wirklich fuffietaugliche Bundesstraße fahren musste. -
Ich rief unterdessen den ADAC an. Hätte ich zu dem Zeitpunkt gewusst, das ich das ganze 10 mal machen würde und dabei über 5 Stunden(!) warten müsste, wäre ich lieber auf der Dax hinten drauf mitgefahren. Wir wären selbst mit 15km/h Spitzengeschwindigkeit schneller zu Hause gewesen. -
- Letztendlich freue ich mich aber fast über den Kolbenfresser. So hat die Testfahrt nämlich ihren Zweck erfüllt und mich zumindest in dieser Hinsicht vor einem Ausfall bei der Alpentour bewahrt.
Und die wirklich tollen 2,5 Tage, die ich erlebte, machten die Warterei schnell vergessen und erträglich. -
- Gesamt KM Bert: 380 / Ernie 302
Fahrzeit 9:46  Schnitt: 39km/h  Top-Speed: 68km/h
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