Eines der wenigen Mankos der CRF 250L ist der kleine Tank und die damit verbunde bescheidene Reichweite von max. 200km.
Als Raucher macht es mir wohl nichts aus, öfter mal einen Zwischenstopp einzulegen, doch gerade mit einer Enduro möchte ich ja tendeziell eher auf Abwegen unterwegs sein – und genau dort sind Tankstellen nun mal sehr rar.

In diesem Jahr stehen mindestens zwei Touren mit der CRF an, wofür es sich lohnt das Tankvolumen zu erhöhen.
Passender Weise stupste mich neulich MrTransalp auf ein Angebot für den Acerbis Zubehörtank für rund 240,-€. Für den Preis musste ich nicht mehr lange überlegen.

 

Der Acerbis-Tank fasst 12 Liter, das sind gut 70% mehr als man in den Originatank kippen kann. Damit sollten 350km locker zu schaffen sein. Viel mehr Reichweite brauchte ich selbst in Island nicht.

 

Die Optik im eingebauten Zustand finde ich super.
Ein Tüv-Gutachten gibt es für das Fass leider nicht (was mir aber herzlich egal ist).

Über den Einbau, insbesondere das Anpassen der Verkleidungsteile, habe ich so einige Grusel-Geschichten gehört, weshalb ich mir für den Einbau etwas Zeit eingeplant habe. Letztendlich war der ganze Umbau aber bequem in zwei Stunden erledigt:

Als erstes müssen natürlich die Verkleidungsteile und die Sitzbank runter.

Vor dem Ausbauen des Tanks, soll man den Stecker von der Benzinpumpe lösen, das Motorrad starten und laufen lassen bis es ausgeht. Damit hat man dann den Benzindruck abgesenkt.

Das lösen der „Schnelkupplung“ vom Benzinschlauch ist noch ein bisschen fummelig, aber danach ist der alte Tank auch schon draußen.

Dann noch schnell die Benzinpumpe umschrauben ….

Und wieder rein damit.

Die Bedienungsanleitung von Acerbis ist beim Einbau nicht wirklich eine große Hilfe, aber mit ein bisschen Logik ist das auch nicht nötig. Das meiste erklärt sich schnell von selbst.

Zum Schluss noch die Verkleidungsteile dran – und fertig.
Natürlich ist das Anbringen der Plastikteile nun etwas fummeliger, aber wenn man sich von der Mitte vor arbeitet geht das trotz des deutlich größeren Tanks immer noch erstaunlich gut. Die ganzen Geschichten über das „fast unmögliche Anbringen“ und „die Plastikteile müssen extrem gebogen werden“ kann ich nicht besätigen. Die Verkleidung von der alten Africa ab- und anzubauen war mindestens genauso schwierig.