Geliebt und unvergessen

von ernie-troelf Samstag, 17. April 2010

In einer feierlichen Prozedur zelebrierten wir im Kreise der engsten Motorradschrauber die Kremation der geliebten und unvergessenen Werkstattjacken von Ernie Trölf und König Bert.

Nach lang anhaltenten Krankheiten der beiden Jacken und dem sich abzeichnenden Zerfall, entschieden sich die Vormundschaftsträger nach eingehender Beratung und in fürsorglicher Gewissenhaftigkeit den Weg der Euthanasie zu beschreiten.

Die Jacken wurden auf ihren vermutlichen Wunsch hin mit einem Ouzo bedacht und im grillerprobten Lagerfeuer verbrannt.

Sie begleiteten uns seit bestehen der Handwaschpastenwerkstatt, sogen wärend dieser Zeit so manchen Liter Öl hilfsbereit in sich auf und boten ihren Besitzern in harten Winterschraubernächten stets Gerborgenheit und Wärme.
Sie verlangten in aufopfernder Weise in all den Jahren nie eine Wäsche.

Rest in Peace



4 Kommentare

  1. Alexander   |  Dienstag, 20 April 2010 um 01:41

    Das war wirklich ein ergreifender Moment. Aber zugleich auch ein würdevoller Abgang. Viele andere Werkstattjacken wären froh, solch fürsorgliche Träger zu haben.

    Yia Mas!

  2. Franki   |  Freitag, 23 April 2010 um 12:00

    RIP

  3. Dennis   |  Mittwoch, 28 April 2010 um 13:42

    Wische mir gerade eine Träne aus dem Augenwinkel. Wahrlich ergreifend.

  4. Odenwald Bollern 2010.01 – Blogger pöttern durch den Wald, Das Motorrad Blog   |  Montag, 21 Juni 2010 um 17:55

    [...] über die Tour und lassen den Abend lässig ausklingen. Dann verbrennen Boris und Patrick bei einer sehr feierlichen Zeremonie ihre alten Werkstattjacken, die es definitiv schon länger hinter sich haben. Totgesagte leben länger, aber irgendwann ist [...]

Senf dazugeben