Yearly Archive: 2009

VW Käfer und Bus T2 sind weg

Eine große Aufräumaktion fand statt – OPFER VW

Meine Gewissenkonflikte haben mich dazu getrieben ein Hobby aufzugeben, also musste das größte weichen – aber nicht so schlimm, meine VW´s sind nun in guten, eigentlich besseren Händen – bei DVZ und GVZ

2008-12-28_bus

hier noch ein letzter Blick aus dem Käfer beim abfahren der Hausstrecke, ein herrliches Auto

2008-12-28_kaefer

Das Thema Autoschrauben  ist vorerst abgehakt – reden wir nochmal in 5 bis 10 Jahren drüber!

Die BSA ruft und die DAXe warten, es gibt genug zu schrauben, ein neuer Bonanzaradchopper steht auch an!

Meine VW´s und ich hatten eine sehr schöne Zeit!

SR 500 – Zylinderfussdichtung

Kilometerstand: 2379 (38930 gesamt)

Großer Aufwand, für einen so kleinen Riss.

Dichtung

Da weder die neue Kupplungsdeckeldichtung noch neue Kupferringe an der Ölsteigleitung Besserung brachte, musste der Fehler bei der Zylinderfussdichtung liegen. Also raus mit dem Eintopf, runter mit dem Zylinder und siehe da: ein Riss.
Schnell die Dichtung erneuen, die alte Dichtmasse entfernen, den Brennraum reinigen und alles wieder montieren.  Allerdings war die Steuerkette vom unteren Ritzel gesprungen. Und das ist ziehmlich blöd, wenn man es erst merkt nachdem alles wieder komplett montiert ist. Also noch eine Ehrenrunde für den Lerneffekt, dann das Ventilspiel prüfen, Motor einbauen und Kicken. Läuft. Ob wirklich alles dicht ist, wird sich noch zeigen. Ich bin es jedenfalls gleich. 😉

SR – Zündschloss verlegen

vorher-nachher

Das hässliche Zündschloss musste da oben weg. Den Tacho würde ich auch noch gerne verschwinden lassen, ich weiß aber noch nicht wohin. Beim Zündschloss war schnell klar, wo es hin soll:

zundschloss-neu

Als nächstes kommt der Motor raus, zwecks neuer Zylinderfußdichtung.

sr-nakkisch

XTZ zickt noch

Momentan grübele ich bei der XTZ über dem Problem, dass die Tènérè nach einem Tag Standzeit nicht mehr anspringen will. Nur mit ein wenig Starthilfespray kann ich sie zum Leben erwecken. Wenn sie dann mal läuft, läuft sie prima und wenn sie erst mal warm ist, genügt ein kurzer Druck auf den Startknopf um sie zum Blubbern zu bringen. So konnte ich gestern endlich mal eine richtige Probefahrt unternehmen. Nachdem ich dem Hinterreifen dann noch an der Tanke satte 1.5 bar mehr Luft spendiert hatte, fuhr sie sich auf einmal auch wie ein ordentliches Motorrad. 🙂
Hat im Gegensatz zur ersten Ausfahrt viel Spass gemacht das Teil. Auch wenn die Heizgriffe nicht meinen Erwartungen entsprachen 😉

Tanz den Tankschütteltango

Ich stehe ganz am Anfang mit der Planung zu einer XXL-Tour.
Womit fängt dafür an? Ziel suchen? Strecke planen? Datum finden? Quatsch.  Als erstes muss ein passendes Bike ins Haus. 😉

Wie bei allen meinen bisherigen Zweiräder musste ich nicht bei mobile oder ebay zugeschlagen, sondern es ist mir auch dieses mal wieder mehr oder weniger „zugelaufen“.

Die XTZ 660 Tènèrè sieht ganz gut aus mit der grauen Lackierung, die gelaufen Kilometer liegen im Bereich meiner Vorstellung und der Preis deckt sich auf Heller und Cent genau mit meinem Budget. Da musste ich nicht lange überlegen. Auch wenn der Einstieg in meine neue Beziehung nicht ideal verlaufen ist, da ich das Bike erstmal nach Hause schieben musste. Übrigens das erste mal, dass ich ein Motorrad schiebend fortbewegte. Hoffentlich auch das letzte mal.

Egal. Bei dem Preis war klar, dass ich noch etwas Arbeit und Geld investieren muss.

In der Handwaschpastenranch angekommen, brachte ich mit Berts Hilfe und einer ordentlichen Portion Starterspray die Gute zum Laufen. Es schien allerdings, als ob sie zu wenig bzw. kein Sprit bekommt.
Da der Benzinhahn leckte und ich einen neuen Dichtsatz dafür von Jens gleich mitbekommen habe, fing ich damit an.
Dann die große Überraschung beim Ablassen des Sprits. Drei Jahre Standzeit haben dem Tankinneren ganz schön zugesetzt. Also habe ich den ganzen Abend lang den Tankschütteltango getantzt. Sprit rein, Schütteln, Sprit und Schlacke raus, Sprit filtern und von vorne. Das ganze ca. 25mal. Dann wurde es besser.
Noch schnell den Benzihahn mit neuen Dichtungen versorgt und gut.

Allerdings befürchtete ich, dass in dem Vergaser aufgrund des nicht vorhandenen Bezinfilters der selbe Schmotter sitzt. Also muss der Vergaser auch noch raus. Das ist bei der Verbauten Tènèrè nicht so einfach, wie man es bei einer Reiseenduro eigentlich erwartet.
Drei Stunden brauchte ich um den Vergaser auszubauen, zu reinigen und wieder einzubauen. Und da ist das Montieren der Verkleidungsteile nicht mal mit eingerechnet. Bei der SR mache ich das mit allem drum und dran in knap einer Stunde.
Doch der Aufwand lohnte sich, denn ich konnte dabei gleich noch weitere Fehlerquellen lokalisieren: Außer dem erwarteten Schmotter im Vergaser war die Gemischeinstellschraube so angezogen, als würde sie ganz alleine das ganze Motorrad zusammen halten. Die Dichtung der Schwimmerkammer stellte sich dann auch noch als viel zu groß heraus.
Da ich die Dichtung so nicht wieder einbauen wollte, aber auch keine Lust hatte erst die Teile zu besorgen, habe ich ein knapp 1cm langes Stück aus der Gummidichtung herausgeschnitten, so dass sie passte, und mit Curill eingeklebt. Hält erstmal.

Nach den Arbeiten den Tank wieder aufesetzt, die lerrgenudelte Batterie überbrückt und siehe da: Die XTZ schnurrt wie ein Kätzchen. Hurra!

Nachdem ich der Tènèrè wieder ihr Plastikkleidchen angezogen hatte ging es bei Wind, Wetter und Dunkelheit auf zur ersten Probefahrt. Ich bin bisher ausschließlich SR gefahren, so ist die hohe Sitzposition, die Scheibenbremsen und das fette Cockpit erstmal sehr gewöhnungsbedürftig für mich. An der ersten Kreuzung hat’s mich dann auch fast zerissen. Der Polizist schaute etwas ungläubig, als ich mit blockiertem Hinterrad neben seinem Dienstwagen an der roten Ampel zum stehen komme. Ich habe Ihn freundlich gegrüßt und bin (aus versehen) mit durchdrehendem Hiterrad bei Grün wieder losgefahren. Das war mir dann erstmal genug Aufregung auf 5km Strecke. Ich warte besser erstmal auf trockene Strassen und Tageslicht, bevor ich mich mit der für mich ungewohnt großen Maschine und den schlechten Reifen auf eine längere Strecke begebe.

Daten:
Yamaha XTZ 660 Tènèrè
Bj. 93
Kilometerstand: 36200
Umbauten und Zubehör: Federbein hinten, Auspuff, Lackierung, Kofferhaltersystem, Topcase, Griffheizung
tüv neu

Auf meinem Einkaufszettel:
Bremsen vorne und hinten, Reifen vorne, Vergaserdichtung, Gemischeinstellschraube, Ansaugstutzen, evtl. Kettensatz.