Baja 300 – Teil 1: Vorbereitungen

von ernie-troelf Dienstag, 21. Mai 2013

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Wieder einmal war es ein ganz beiläufig abgesendeter Tweet, der das Abenteuer Baja 300 ins Rollen brachte.
“Diese Baja300 könnte man auch mal im Auge behalten”, zwitscherte ich in die Welt hinaus, als ich zufällig auf die Webseite der Veranstaltung stieß.
Die Zeilen wurden von Kollege Marc in Laos erhört, wo der Grämige gerade unter anderem mit Tina Meier eine feine Endurotour unternahm.
“Lass uns mal reden, wenn ich wieder da bin”, war die Antwort die den Weg aus Asien auf mein Smartphone fand.
Später sollte sich dann überraschender Weise herausstellen, dass es nicht, wie ich dachte, darum ging ob wir als Zuschauer die Baja 300 besuchen, sondern als Teilnehmer.

Tina “Dakar” Meier hatte nämlich für die Rallye ein kleines Dirtgirls-Team zusammengestellt und bot ein rundum sorglos Paket mit Mechanikern & Leihmoppeds vom Team Kaiser, dem Dakar-bewährten Physiotherapeut Cornell und Tina selbst wollte als Team-Managerin und Trainerin fungieren. Darüber hinaus waren die Mädels auch dazu bereit Marc und mich als Mädchen Ehrenhalber (fortan als Erna & Griesi benannt) in das Dirtgirls-Rallye-Team aufzunehmen.
Also wurde umgehend die Anmeldung ausgefüllt und das Startgeld überwiesen. Erst danach realisierte ich, was ich da zu tun gedenke. “Ist es nicht vielleicht doch etwas übermütig, so ganz ohne wirkliche Enduro-Erfahrung und ohne Schimmer von Road-Books an einem Rallye-Wettkampf teil zu nehmen?”
Diverse Horrorstories über den Schwierigkeitsgrad dieser Veranstaltung, auch in Sachen Navigation, die ich in verschiedenen Offroad-Foren fand, taten ihr übriges. Mir ging zunehmend der Kackstift. Dennoch freute ich mich natürlich auch darauf endlich mal richtig im Dreck spielen zu können. Ich war mir nach meinem Island-Trip auch sicher, dass es diesmal ein nicht ganz so deprimierendes Debut werden würde, wie damals meine erste Runde mit einem Rennerle auf dem Track im Baden Airpark.

Die nötige Ausrüstung wie Brustpanzer, Knieschützer, Trinkrucksack, und ein Crosshelm (Germot G350) waren schnell besorgt. (Letzterer wurde mir freundlicherweise spontan von Germot zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!)

Nicht so einfach gestalteten sich hingegen meine Trainingspläne. Die gerade besorgte, alte Husqvarna 610TE benötigte für den ersten Einsatz doch deutlich mehr Zuneigung als erwartet. So blieben die erhofften Übungsrunden beim MSC-Pfungstadt leider aus und meine Vorbereitung beschränkte sich auf ein paar kleine Jogging-Runden für’s gute Gewissen.

“Wollen wir eigentlich mit den Moppeds zur Rallye?”
“Logisch”

Ich bereute die spontane Antwort, als ich am Tag vor der Abreise einen immer größer werden Berg an Ausrüstung zusammentrug: Campingsachen und Verpflegung, Enduroausrüstung, Kanister für die Tankzone im Rennen…

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“Na, geht’s auf Große Reise? Wo machst’n hin?”
“4 Tage Leipzig”
“???”

Am Tagebau Profen angekommen, vielen mir sofort die extrem entspannten und freundlichen Ordner und Einweiser auf. Die leider nicht selten übliche “Heute-hab-ich-mal-was-zu-sagen-und-lass-den-Larry-raus”-Mentalität, oder überforderte Helfer suchte ich hier vergeblich. Sehr angenehm.

Nachdem wir uns ein passendes Plätzchen im Fahrerlager gesucht hatten, trudelte auch nach und nach der Rest des Dirtgirls-Rallye-Teams ein.

Als erste Amtshandlung gab es ein wenig Papierkram für die Anmeldung zu erledigen. Nach der Abgabe diverser Haftungsausschlüsse, Ichdarfdas-Bescheinigungen und Pfand für den Transponder, wurden uns die Roadbooks ausgehändigt. Damit konnten wir zum dem  geselligen und sehr lustigen Teil des Abends übergehen.

Tags darauf stand die technische Abnahme der Moppeds und Ausrüstung auf dem Plan.
Da die Abnahme ein paar Kilometer weiter auf dem Marktplatz statt fand und der Weg dorthin natürlich standesgemäß im Roadbook beschrieben war, begann der Tag mit einer ersten Einweisung in den Gebrauch dieser mit Pfeilen und Zahlen versehenen Papierrolle.
Diese erste Fahrt war nicht nur eine willkommene Gelegenheit, mich mit dem Umgang des Roadbooks anzufreunden, sondern auch mit “meiner” KTM 450EXC warm zu werden und zu lernen, in welcher Reihenfolge und wie ich eigentlich korrekt die ganzen Protektoren, Panzerhemd und Neck Brace um meine Knochen verteile und miteinander verbinde.

Die technische Abnahme verlief wie erwartet problemlos und die erste Fahrt mit KTM und Roadbook war die reinste Freude. Auch wenn ich auf der Rückfahrt dann doch noch ein Bildchen falsch gedeutet habe und ein paar extra Kilometer abgespult habe. Beruhigender weise war ich dabei aber nicht alleine. Auf meinen Abwegen traf ich einige weitere verwirrte Gestalten auf ihren Enduros.
Zurück im Camp ging es dann nach einer Notfalleinweisung des Veranstalters, ein Mini-Erste-Hilfe-Kurs, ans Eingemachte in Sachen Roadbook. Die ersten Fehler wollten Analysiert werden, den ominösen Kompasskursen wurde der Zauber genommen und die dafür notwendige korrekte Bedienung der GPS-Geräte erklärt.
Dann begann das Malen nach Zahlen. Wir gestalteten unsere Roadbooks zwecks besserer Lesbarkeit im Rennen mit verschiedenen Farben.
Im meinem Fall: Achtung = Rot, Links = Grün, Rechts = Gelb.
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Während wir in unserem “Schulbus” fleißig am Malen waren und verpflegt wurden, tobte draußen ein Regenschauer der sich uns gewaschen hat und innerhalb von Minuten das gesamte Areal in eine Matschgrube verwandelte. Das hatte zur Folge, dass Abends bei der Fahrerbesprechung einige Streckenänderungen bekannt gegeben wurden, die natürlich wieder ins Roadbook übertragen werden mussten.

Um Mitternacht hieß es dann endlich: ab ins Körbchen. Um 4.00 Uhr wird die Nacht zu Ende sein und die Spiele können beginnen.

Fortsetzung folgt.
Bis dahin sei Euch die Lektüre des Artikels von Frau Huber empfohlen.
Außerdem habe ich mich Claudio vom Pegasopodcast über die Baja unterhalten.

Baja 300 – Fotogalerien und Presse

von ernie-troelf Freitag, 17. Mai 2013

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MDR: TV-Beitrag mit Thorsten und Ina  Leider offline. Rundfunkstaatsvertrag sei Dank.
http://www.mdr.de/mediathek/themen/sachsen/video122896_zc-3595804e_zs-5cf04862.html

Andreas Bez: Bildergalerie sortiert
http://www.world.fotograf.de/album/10-12-05-13-baja-300

Baja 300: Dirtgirls bei Rallyepremiere (Bericht)
http://www.baja300-mitteldeutschland.de/de/dakar-lady-tina-meier-und-ihre-dirtgirls-bei-rallypremiere

Baja 300: Fotogalerien sortiert
http://www.baja300-mitteldeutschland.de/de/baja300-mitteldeutschland-2013

MeinAnzeiger: Bericht, große Bildergalerie
http://www.meinanzeiger.de/gera/sport/baja300-mitteldeutschland-die-fotos-d28732.html/action/page/14/#paginaTop

4×4-pics.com: Bildergalerie sortiert
http://www.4×4-pics.com/neu/2013/05/baja-300-mitteldeutschland-2013/

Rallyewerk: Bildergalerie (74 Fotos)
http://rallyewerk.photoshelter.com/gallery/Baja-300-Powerdays-2013/G0000HsMlLeAvcBA/0/1

Offroad-Forum.de: Bildersammlung
http://www.offroad-forum.de/viewtopic.php?t=63640&postdays=0&postorder=asc&start=0

Baja 300: Live Ticker Archiv
http://www.baja300-mitteldeutschland.de/de/category/baja300-mitteldeutschland-live

Motormix: Bildergalerie (überwiegend Trucks)
http://www.motormix.cz/galerie/rallye/37581-baja-300-objektivem-jirky-fialy

MeinAnzeiger.de: Vorankündigung, Galerie Fahrerlager
http://www.meinanzeiger.de/gera/sport/baja300-die-ruhe-vor-dem-sturm-d28654.html

Mitteldeutsche Zeitung
http://www.mz-web.de/zeitz/baja-300-mitteldeutschland-europas-groesstes-offroad-festival-im-profener-tagebau,20641144,22727800.html

http://www.mz-web.de/zeitz/profen-mitfiebern-und-zugucken-beim-motorsport-event,20641144,22750924.html

Bild
http://www.bild.de/regional/leipzig/automobilsport/schlammschlacht-im-tagebau-30342030.bild.html

Motorsport Total
http://www.motorsport-total.com/rallye/news/2013/04/Powerdays_Europe_2013_Drei_Tage_Action_pur_13041805.html

Paulo Goncalves gewinnt Baja 300 Germany
http://www.speedweek.de/art_37871.html

Marathonrally.com: Berichte, Galerien
http://www.marathonrally.com/news/baja_300_md_alle_news_ticker_und_bilder_und_die_entsprechenden_links.23122.0.html

Update 19.05:
VDS Sportsmedia: große Bildergalerien, sortiert.
http://www.vdvsportsmedia.com/gallery/baja300-mitteldeutschland/MjJkZmY3MWY4ZjMw/page1/

Update 21.05:
Frau Huber: “Das Dirtgirls Team macht seinem Namen alle Ehre
http://bikercom.at/easyblog/entry/baja300-mitteldeutschland-das-dirtgirls-rallyeteam-macht-seinem-namen-alle-ehre#.UZooMPOck68.facebook

Marathonrallye: Im Rallyebulli auf der Baja
http://www.marathonrally.com/news/baja_300_md_teamreport_syncro_bernd_j_ger_im_rallybulli_auf_der_baja.23150.0.html

Pegaso-Podcats: Herr Trölf  und Claudio unterhalten sich über die Baja
http://pegasoreise.wordpress.com/2013/05/17/pegasopodcast41-baja300/

N-Com B4

von ernie-troelf Donnerstag, 16. Mai 2013

Nolan N 104 n-com B4 Aufmacher.jpg.2377225Das neue neue Kommunikationssystem aus dem Hause Nolan hat es mir bei meinem Testhelm N44 besonders angetan.
Dabei nutze ich selbst mein Smartphone am allerwenigsten zum Schnacken. Allerdings schätze ich während der Fahrt eine gepflegte musikalische Untermalung. Und auch das kann das N-Com ziemlich gut. Kopfhörer sind auf die Dauer lästig, drücken in den Ohren und lassen keine (handschuhtaugliche) Bedienung zu. Das N-Com B4 hingegen lässt sich über Bluetooth problemlos mit dem Smartphone verbinden und über die drei Tasten außen am Helm lassen sich die wichtigsten Funktionen der neuzeitlichen Walkmans problemlos bedienen. Dazu ist auch die Klangqualität überraschend gut und im Vergleich zu In-Ear Speakern findet sogar trotz voller Dröhnung das Martinshorn noch den Weg in die Ohrmuschel.

Ob die Kosten- Nutzenrechnung ausschließlich zum Musikhören (und die nette Stimme aus dem Navigationsgerät) aufgeht, muss jeder selbst entscheiden. Ich möchte es nicht mehr missen.

Wer sich auf Tour gerne etwas unterhalten will, ist bei dem N-Com natürlich goldrichtig und hat dafür vielfältige Möglichkeiten: Das System bietet eine Telefon-Funktion, eine Gegensprechverbindung zwischen zwei Helmen, ein Intercom für bis zu vier Motorrädern und 800 Meter Reichweite oder die Kommunikation per GMRS und PMR Funkgeräte. (Für die Gegensprechverbindung und das Intercom ist es allerdings Voraussetzung, dass alle Beteiligten das gleiche System benutzen.)

Die technischen Infos gibt es selbstverständlich direkt bei Nolan und wie einfach der Einbau von statten geht, hat Matthias schon sehr schön beschrieben.

Stufenführerschein: Aufstieg von A1 auf A2

von andi Dienstag, 14. Mai 2013

Letzte Woche war es so weit: Ich habe meinen neuen Führerschein erhalten!

Hier nochmal eine Zusammenfassung.

Anmeldung Ende Februar bei Fahrschule und Führerscheinstelle.

Die Papiere waren bereits nach 2 Wochen fertig (vorhergesagt waren 4-6 Wochen). Ich habe davon aber erst nach 7 Wochen auf Nachfrage hin erfahren…

Innerhalb nur einer Woche habe ich 7 Fahrstunden (45 min) absolviert und wurde dann zur Prüfung angemeldet.
Erste Doppelstunde: Kurze Einführung über das Motorrad (Kawasaki ER5), Anfahren üben, einen Teil der Grundfahrübungen üben.
Zweite Doppelstunde: Wiederholung Grundfahrübungen, restliche Grundfahrübungen.
Letzter Termin: Dreifachstunde zur Wiederholung aller Grundfahrübungen, anschließend schöne Überlandfahrt. Erst Fahrlehrer mit Motorrad voran, später ich voran.

12 Tage nach der ersten Fahrstunde war ich dann die Premiere des Prüfers. Er hatte vorher noch keinen Umsteiger von A1 auf A2. Die Prüfung ist verkürzt. Ein paar Grundfahrübungen und eine recht kurze Runde durch die Stadt. Fertig.

Für alle, die sich für einen Umstieg interessieren hier noch eine Kostenaufstellung:

6,43 Sehtest
0,00 Erste Hilfe Kurs hatte ich noch
42,60 Anmeldung bei der Führerscheinstelle
75,00 Grundgebühr Fahrschule (reduziert)
294,00 7 Fahrstunden zu je 42,00 Euro
117,19 Prüfungsgebühr Fahrschule
112,81 Prüfungsgebühr TÜV
——————————–
Summe: knapp 650 Euro

Für den “großen” Schein hätte ich extra zahlen müssen:
110,00 mehr Grundgebühr
42,17 Theorieprüfung
312,00 6 Stunden Sonderfahrten zu je 52,00 Euro (bis 18.01.2013. Heute wären es 12)

Angenommen ich würde in 2 Jahren wieder aufsteigen wollen, kämen wohl nochmal ähnliche Kosten wie diesmal auf mich zu.
Verglichen mit dem, was ich letztes Jahr für den Direkteinstieg bezahlt hätte ergibt sich bei der sehr knappen Kalkulation oben kein finanzieller Vorteil.
Der Vorteil, den ich für mich gesehen hatte war vor allem der dass ich nicht 16 Stunden mit Teenies im Unterricht sitzen musste.

Ich würde es wieder so machen!
Vor allem dafür….

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Baja300 – der Countdown läuft

von ernie-troelf Montag, 6. Mai 2013

Die Baja300 rückt in großen Schritten näher. Bereits am Mittwoch geht es Richtung Leipzig. Natürlich mit dem Mopped. Wie sonst.

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Mir geht ganz schön der Kackstift, denn ich habe:
- keine Ahnung von der Navigation mit Roadbook und GPS
- so gut wie keine Enduro-Erfahrung
- keine Ahnung was für ein Motorrad ich überhaupt fahren werde und
- null Wettbewerbs-Erfahrung

Bei der Anmeldung wurden die “sportlichen Erfolge” abgefragt. Dort, wo die meisten der rund 600 Teilnehmer eine Liste ihrer bisherigen Rallye-Plazierungen angegeben haben, steht bei mir: Siegerurkunde Bundesjugendspiele 1980

Und die Husqvarna, mit der ich für die Baja trainieren wollte, sieht schön aus in der HWP-Werkstatt. Mehr aber auch nicht.

Meine Ziele für die Baja300 sind entsprechend einfach:
1) kein Kontakt zu Sanitätern und Ärzten
2) ins Ziel kommen
3) vor Kollege @Griesgram999 ins Ziel kommen ;-)

Unsere Eindrücke findet ihr, solange der Akku hält und wir Zeit und Netz finden, wie gewohnt auf Twitter

Über Besuch und Unterstützung vor Ort würden wir uns natürlich sehr freuen!

Ähnliche Artikel:
HWP – Baja300
Griesgram999 – Die #Baja300 rückt näher

tl;dr Ich bin uffgereschd und froi mir.

Nolan N44 – Der Helm für alle Fälle

von ernie-troelf Dienstag, 30. April 2013

Seit Almeria trage ich den Nolan N44 samt dem neuen N-Com B4 zum Schutz meiner Rübe und zur gepflegten musikalischen Untermalung meiner Touren.
Der N44 ist das Multitool von Nolan. Mit wenigen, einfachen Handgriffen ist er schnell als Jet-, Crosss-, oder Integralhelm einsatzbereit.

“Der Systemhelm vereint den Fahrkomfort eines Integralhelms mit maximaler Flexibilität im Alltag”, verspricht Nolan in der Produktbeschreibung. Ich würde sagen an den Fahrkomfort eines reinrassigen Integralhelms kommt die Mütze nicht ganz heran, aber für einen universellen Alleskönner ist der Fahrkomfort, auch für Langstrecken, durchaus überzeugend. Insbesondere auch beim Thema Sicherheit: der Helm wurde sowohl als Jet-, als auch als Integralhelm nach ECE 22-05 geprüft.

Bisher fuhr ich den N44 ausschließlich in der geschlossenen Version als Integralhelm. Dabei fällt als erstes das besonders große Sichtfeld auf. So lässt sich Wind- und Wettergeschützt der Panoramablick eines Jethelms genießen. Hat was. Ein Pinlock-Visier für den jederzeit klaren durchblick ist vorgesehen.
Sehr gut arbeitet auch das Belüftungssystem namens Airbooster. Die Belüftung schaufelt ausreichend Frischluft in die Mütze und durch das große, sehr weit nach unten gezogene Visier zieht der Fahrtwind bei leicht geöffneter Stellung auch nicht wie üblich in die Augen.
Außerdem gibt es eine innen liegende Sonnenblende, welche ich nicht mehr missen möchte. Die Bedienung für die Sonnenblende funktioniert auch mit dicken Winterhandschuhen super, und die Entriegelung lässt den Sonnenschutz sanft und doch blitzschnell zwischen Innenfutter und Außenhülle verschwinden.

Insgesamt empfinde den Helm, je nach Motorrad und Sitzposition, etwas lauter und luftiger als die meisten waschechten Integralhelme. Für einen all-in-one Systemhelm geht das aber absolut in Ordnung. An der Aerodynamik gibt es auch nichts auszusetzen. Bis 170km/h sitzt die Kopfhülle gut im Wind und lässt auch ohne zu murren einen Schulterblick zu.
Beim Überstülpen muss ich ein wenig die Ohren anlegen, aber wenn er sitzt, dann sitzt er. Und zwar bequem und sicher.
Auch der Ratschverschluss entspricht nicht meinen Befürchtungen. Kein lästiges Drücken auf den Kehlkopf, kein Zwicken und eine sehr bequeme Bedienung.

tl;dr Wer gerne offen durch die City cruist, gelegentliche Offroad-Ausflüge sicher und luftig genießen möchte und gleichzeitig auf längeren Touren nicht auf den vollen Rundumschutz verzichten will, ist mit dem Multitool Nolan N44 gut beraten.

Weitere Infos unter Nolangroup.de
Fotos: Nolan
Bericht N-Com B4 folgt in Kürze

SR500 2J4 und Führerschein A2 – ein Zwischenstand

von andi Sonntag, 28. April 2013

Es hat sich einiges getan seit meinem letzten Beitrag.

Im Februar habe ich meine Unterlagen zur Führerscheinerweiterung von Klasse A1 auf A2 bei der Führerscheinstelle abgegeben. Vorausgesagte Wartezeit bis zur Zulassung zur Prüfung: 4-6 Wochen. Nach 7 Wochen wurde ich nervös und hakte nach, weil ich nichts mehr hörte: Der Antrag wurde innnerhalb von nur 2 Wochen bearbeitet und lag danach 5 Wochen bei meiner Fahrschule. Die konnte sich nicht bei mir melden, weil sie keine Telefonnummer hatte.

Egal. Die SR war ohnehin noch nicht fertig.
Boris’ gebrauchte Schwinge bekam einen frischen Anstrich mit meiner neuen Lieblingsfarbe Brantho Korrux und wanderte dann mit neuem Lagersatz in den Rahmen.
Danach konnte auch der Motor wieder dahin, wo er hin gehört.

Motor endlich wieder im Rahmen

Motor endlich wieder im Rahmen

In der Zwischenzeit hatte ich im Vergaser nach dem Rechten gesehen. Alles sauber. Nur der Schwimmerstand entsprach nicht dem Wert im Bucheli und wurde entsprechend nachgebogen (was mich später noch ärgern sollte).

Auch an der Optik wurde etwas gefeilt. Mit dem Weinrot habe ich mich in der Zwischenzeit angefreundet. Bin ja auch faul… Allerdings ist der Tank uni zu langweilig, also habe ich einen “Kenny Roberts”-Streifen aus der Dose aufgebracht.

Trotz flacherem Lenker wurden von den Vorbesitzern die langen 2J4 Züge verwendet. Da die zudem auch noch alt, schwergängig und brüchig waren, habe ich sie gegen neue 48T Züge getauscht. Eine neue Stahlflexbremsleitung wurde ebenfalls verbaut.

Die Kupplung konnte ich dennoch nicht richtig einstellen. Vom Vorbesitzer wurde eine 10er Nuss (1/4-Zoll) zwischen Außenhülle des Zugs und  Gegenhalter am Motor installiert und die hätte ich wieder gebraucht. Unbefriedigend!
Also Kupplungsdeckel runter und Scheiben nachmessen. 2,8mm, also in Ordnung. Sonst war auch nix zu sehen. Der Entscheidende Tip kam von den Profis von Kedo: Druckstange und Ausrückhebel tauschen. Die noch lagernden Teile bekam ich am gleichen Tag vom freundlichen Yamaha Händler Noller in alter vergilbter Verpackung.
Bevor ich die Teile verbauen konnte, musste ich aber noch das vermurkste Gewinde der Exzenterschraube zum Einstellen der Kupplung mittels Baer Recoil Gewindeeinsatz reparieren. Reparatursets in 12×1,25 kann man günstig und problemlos bei Korrosionsschutz Depot leihen.
Der Tausch des Ausrückhebels brachte keine Abhilfe, obwohl hier Spuren der Druckstange zu sehen waren. Tausch der Druckstange (Kostenpunkt ca 23 Euro) führte zum erhofften Ergebnis. Etwa 1mm Stauchung gegenüber Altteil konnte ich messen.

Die ersten Startversuche blieben erfolglos. Kein Sprit in der Schwimmerkammer. Also Schwimmerstand wieder (annähernd) auf alten Wert eingestellt (etwas frickelig im verbauten Zustand) und nach einigen Kicks lief sie dann wieder.
Nach dem Testlauf habe ich die Bremse vorne und die Verbindung Krümmer Auspuff nochmal abgedichtet und so wartet die Maschine jetzt auf ihre Einstellfahrten.

Mittlerweile habe ich meine erste (freiwillige) Fahrstunde absolviert und bin zuversichtlich, bald auf die Straße zu dürfen.

Pfuschliste (zum Ausbessern bei künftigen Arbeiten):
- Bremsnocke hinten: Verzahnung mit Dremel nachgeschnitten
- bei Gewindereparatur Kupplungsexzenter: erste 2 Gewindegänge verschnitten
- Schalthebelverzahnung: nur noch hinten gut. Hebel aufgesägt um fester verspannen zu können.

 

HD Sportster XL/2

von Bert Dienstag, 23. April 2013

Vor vielen Jahren hatte ich mal eine Shovelhead FXR Lowrider, die ich im Tausch gegen eine (zwei)  Triumph T100 Daytona bekommen hatte.

Was will ein Odenwälder Bub mit einem Bigtwin? Das Ding ist schwer, hat rechts aufgesetzt und ist links weggeschmiert. Der geniale Sound und der Drehmoment haben es letztendlich auch nicht rausgerissen, immerhin war das schon ein Vermögen, was ich damals besser doch lieber für andere Dinge nutzen wollte =  ich war jung und brauchte das Geld!

Nun denn, jetzt durfte ich auch offiziell über Harley lästern, immerhin wusste ich über was ich läster!

2013 – Die Zeiten ändern sich, wieder eine Harley Davidson, aber diesmal nichts zum basteln, ein zuverlässiges Motorrad im Austausch für die Honda Shadow VT600 und bitte mit einem richtigen E-Start, nicht nur so ne Antrethilfe wie bei der Shovelhead.

Was will ich/nicht?

  • Evolution Motor
  • kein Kat
  • kein Einspritzer
  • E-Starter
  • kurventauglich
  • keine Kreditaufnahme

Die Suche begrenzte sich auf Sportsters ab Baujahr 1986,  für meine Verhältnisse habe ich lange gesucht, das liegt natürlich auch daran, dass man bei einer Harley schon eine Stange Geld hinlegen muss. Die Kohle wurde durch eine Bestandsreduzierung zur Verfügung gestellt, ein Gewinn auf jeder Ebene – drei Motorräder verkauft, ein Motorrad dazu, Diätplan eingehalten, die Regierung hat keinen Grund zu Klage.

Fündig wurde ich durch Zufall bei einem Honda Fuffi Stammtisch (jaja, und viel größer 150ccm aufwärts …).

  • B: “Ich such gerade nach einer Sportster”
  • S: “Ich will meine verkaufen”

Paar Wochen später war die Sache geregelt – ich hab ne Sportster gekauft.

  • 883 XL/2
  • Baujahr 1997
  • KM 4.500
  • 1. Hand
  • unverbastelt (ohne Vorbesitzer :-) )

Da stand sie nun rum, die original Sportster (gefällt mir nicht, zu sportlich), Harley kommt für mich nur als Chopper in Frage, ansonsten würde da jetzt eine Buell oder Ducati stehen. Zum basteln gibt es noch genug andere Baustellen, an der Harley will ich (erst mal)  nicht viel machen, nur paar einfache, schnelle Veränderungen.

  • Lenker (und Bremsleitung)
  • Sitzbank
  • Stoßdämpfer (tiefer, tiefer)
  • Sissybar (muss sein)
  • Blinker

Das ist auch überhaupt kein Problem, für HD gibt es ALLES zu kaufen, einfach bestellen, auspacken und anbauen – das einzige was “Custom” ist, ist der Seitenständer, der wurde mit heisser Flamme etwas angepasst, damit die Sporty durch die Tieferlegung nicht so wackelig da steht.

Große Inspektion ist erst bei 8.000km dran, kann nichts Schaden vorher schon mal ranzugehen!

Memo Kilometerstand 4.600 – Ölwechsel Motor und Getriebe, Ölfilter, sowie Zündkerzen

 

 

HWP getwitter

Spritgeldlinks

 

 

 

 

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